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Gastro-Tipp LeverkusenDas Rococo ist berühmt für Bratkartoffeln und „Extrawurst“

4 min
Tolga Yildiz (r.) und sein Koch Hüseyin Ergün im Rococo

Tolga Yildiz (r.) und sein Koch Hüseyin Ergün im Rococo

Im Frühjahr wurde hier der Kinofilm Extrawurst gedreht, jetzt dreht sich bei Tolga Yildiz wieder alles um die Kundschaft – die von seinen Bratkartoffeln schwärmt.

Als Tolga Yildiz mit seiner Tennismannschaft zum Auswärtsspiel beim RTHC Leverkusen kam, hätte er nie gedacht, dass das mal seine neue berufliche Heimat werden sollte. Damals hat er als Autoaufbereiter gearbeitet. Als er nach dem Tennisduell in der Gaststätte hört, dass der alte Gastronom aufhört und der Verein dringend nach einem neuen Betreiber sucht, setzt sich der Gedanke bei ihm fest. Auch seine Eltern betreiben eine Klubgastronomie in Köln, so fern ist ihm das Geschäft also nicht. Mittlerweile gibt es das Rococo seit zwei Jahren. „Wir sind ein ganz kleines Team und das ist nicht immer leicht als Vater von zwei kleinen Kindern“, sagt der 33-Jährige. Aber bereut hat er es noch nie.

Was hat es mit dem Restaurantnamen auf sich?

Ich habe echt Monate über den perfekten Namen nachgedacht. Irgendwann war ich so genervt, dass ich meiner Frau gesagt habe: Sag einfach irgendwas, es muss einfach nur schön klingen. Da sagte sie „Rococo“ – und mir hat’s gefallen.

Was kommt bei Ihnen auf den Teller und ins Glas?

Wir machen überwiegend deutsche Küche. Aber meine Frau ist Italienerin, daher kommt auch ein mediterraner Einschlag rein. Und meine Eltern stammen aus der Türkei, gerade für Veranstaltungen gehen wir auch schon mal in diese Richtung, wenn das gewünscht ist. Zu trinken gibt es zum Beispiel Peters Kölsch und Wein, für die Sportler natürlich jede Menge Saftschorlen und Softdrinks.

Der Eingangsbereich zum Restaurant

Der Eingangsbereich zum Restaurant

Was ist das Highlight auf Ihrer Karte?

Wenn Sie die Gäste fragen: Bratkartoffeln (lacht). Viele sagen, die seien Weltklasse. Die gibt es zum Beispiel mit Spiegelei und Salat. Sehr gerne genommen wird auch unser „Lauwarmer Salat“, der ist mit Garnelen und Hähnchenstreifen. Schnitzel und Pasta gehen natürlich auch immer.

Was ist das Besondere an Ihrem Lokal?

Ich denke: die Menschen, die hier arbeiten. Wir sind ein ganz kleines Team, mein Koch Hüseyin Ergün und ich sind fest hier, manchmal helfen meine Mutter und meine Schwester. Uns ist wichtig, dass die Leute sich hier zu Hause fühlen. Ich sehe mich gar nicht so sehr als Gastronom, sondern eher als Entertainer. Ich bin gerne humorvoll und lustig, mir macht es Spaß, Kontakte zu knüpfen. Ich will einfach, dass die Menschen hier eine gute Zeit haben.

Jetzt haben Sie gar nicht erwähnt, dass Ihr Restaurant auch Drehort des Kinofilms „Extrawurst“ mit Hape Kerkeling und Christoph Maria Herbst war.

Stimmt, das ist natürlich auch besonders! Das war wirklich verrückt. Zuerst hieß es, es geht um einen kleinen Dreh. Dann kamen die Filmleute immer wieder und unsere Vereinsvorsitzende sagte zu mir: „Ich glaube, das wird mehr als ein kleiner Clip“. Und dann haben wir tatsächlich den Laden für zwei Monate oben ganz zugemacht und dem Filmteam überlassen. In der Zeit haben wir unten den Kiosk betrieben und zwischenzeitlich auch einen Foodtruck, wir hatten ja auch noch ein Kinder-Osterferiencamp, das wir versorgen mussten. Das war anstrengend, aber auch eine richtig coole Zeit, ich habe so viele Menschen kennengelernt. Aber zwei Tage nach Drehschluss mussten wir den Laden für eine gebuchte Party fertig haben, das war schon stressig.

Was gefällt Ihnen am Standort?

Der Standort hat natürlich Vor- und Nachteile. Wir sind etwas weiter draußen, außer den Sportlern kommen nicht viele Leute hier vorbei. Aber die Anlage ist sehr schön gelegen, im Sommer gibt es auch eine schöne Außenterrasse und wir haben einen großen, kostenfreien Parkplatz. Und für Partys ist es natürlich auch von Vorteil, dass es keine direkten Anwohner gibt, da kann man auch mal ein bisschen lauter sein.

Was haben Sie sich für die Zukunft noch vorgenommen?

Analog zum Kinofilm: einen zweiten Grill (lacht). Ich stelle mir das lustig vor, wenn wir draußen auf zwei Grills grillen, mit dem Kinoplakat im Hintergrund, und original Bierdeckel vom Tennisclub Lengenheide haben wir auch noch. Wir durften auch den Griff des riesigen Tennisschlägers behalten, darauf haben alle unterschrieben, das ist für einige Besucher vielleicht auch nett zu sehen. Ansonsten will ich mich hier weiter etablieren, mit der Gastronomie und als Location für private Partys.