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Andreas EckloffStreitbarer früherer Leverkusener Ratsherr zieht sich zurück

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Andreas Eckloff, 2014 Bild: Ralf Krieger

Ein Archivbild aus 2014 von Andreas Eckloff.

Andreas Eckloff ist der Initiator der Rheindorfer Palmenallee.

Der vieljährige Rheindorfer Politiker Andreas Eckloff (59) zieht sich aus der Politik zurück. Der ehemalige Ratsherr und Bezirkspolitiker verabschiedete sich von seiner Partei und seinen Parteifreunden mit einem Brief.

Seit 23 Jahren ist Eckloff Vorsitzender des Rheindorfer CDU-Ortsverbands. Dem Vernehmen nach will sich der Anwalt künftig öfter in Gran Canaria aufhalten, wo er ein Haus besitzt. Eckloff trat schon als Jugendlicher in die CDU ein; 21 Jahre saß er im Leverkusener Rat.

Durch seine streitbare Art versorgte er Leverkusen eine Zeit lang regelmäßig mit Schlagzeilen: Mit den Leverkusener Parteigranden ging der Rheindorfer mitunter ruppig um – und sie mit ihm. 2014 brachte ihm das ein Parteiausschlussverfahren ein, weil er seine Kreisvorsitzenden offen angegriffen hatte. Mit dem bisweilen auch schwierigen Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn lag Eckloff im Dauerclinch. Als der OB 2015 seine Wahl verloren hatte, schob er das auf die fehlende Unterstützung im Wahlkampf, hauptsächlich war damit der Rheindorfer Ortsverband gemeint. Gar nicht einverstanden war Eckloff in letzter Zeit mit den Plänen der WGL für einen Abbruch der Sternhäuser am Königsberger Platz, den bezeichnete der Rheindorfer Eckloff als „skandalös“.  

Das sichtbarste Zeichen seiner politischen Arbeit dürfte die Rheindorfer Palmenallee an der Wupperstraße sein, die vermutlich die nördlichste Europas ist. (rar)