Das einjährige Kleinkind wurde mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht. Die Polizei sucht Zeugen.
„Giftköder überall verteilt“Mädchen vor Einkaufszentrum in Monheim vergiftet – Mutter schockiert

Das Einkaufszentrum „Monheimer Tor“ in Monheim, wo das Kleinkind mutmaßlich Rattengift in den Mund genommen hat.
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Ein Kleinkind hat derzeitigen Ermittlungen der Polizei zufolge Rattengift an einem Einkaufszentrum in Monheim am Rhein gegessen. Es handelte sich demnach mutmaßlich um Giftköder. Die Polizei sucht Zeugen.
Das einjährige Mädchen wurde mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht. Das Kind wurde dort vorsorglich stationär beobachtet. Lebensgefahr bestand aber nicht, teilte ein Pressesprecher der Polizei Mettmann mit.
Vorfall mit Giftködern kursierte auch in sozialen Netzwerken
Zu dem Vorfall ist es den Angaben der Polizei am Dienstagnachmittag (21. April) vor dem Einkaufszentrum „Monheimer Tor“ am Ingeborg-Friebe-Platz gekommen. Die Mutter hatte sich hier mit ihrer Tochter aufgehalten, als das Kind rosafarbene Pellets auf dem Boden gefunden und sich in den Mund gesteckt haben soll.
Die 32-jährige Mutter alarmierte den Notruf, da sie den Verdacht hatte, bei den Pellets könnte es sich um mit Rattengift präparierte Giftköder handeln. Der Rettungsdienst kümmerte sich um das Kind.
Mutter zeigt sich schockiert über Giftköder an Einkaufszentrum in Monheim
Die Polizei erfuhr unterdessen erst zwei Tage später von dem Vorfall. Die Mutter des Kindes hatte in den sozialen Netzwerken darüber geschrieben und die Menschen gewarnt. „Überall an den Sitzbänken und an dem Wasserspender waren diese Giftköder verteilt!“, erklärte sie in einer Gruppe auf Facebook.

Diese Giftköder hat die Mutter gefunden, nachdem ihr Kind mutmaßlich vergiftet wurde.
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Die 32-Jährige fügte hinzu: „Ich bin schockiert und enttäuscht, dass in unserer Stadt, wo täglich viele Kinder spielen und mit ihren Familien unterwegs sind, Giftköder offen herumliegen.“
Polizei ermittelt nach Vorfall mit Giftköder in Monheim am Rhein
Angaben der Polizei zufolge habe das Kind am Donnerstagabend (23. April) das Krankenhaus wieder verlassen können. Doch es bestehe der Anfangsverdacht einer gefährlichen Körperverletzung, so der Pressesprecher weiter. Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen geht die Polizei davon aus, dass es sich bei den Pellets tatsächlich um Ratten- beziehungsweise Mäusegift gehandelt hat.
„Da bislang keinerlei Hinweise vorliegen, wer die Köder ausgelegt haben könnte, richtet sich das Verfahren der nun zuständigen Kriminalpolizei gegen Unbekannt. Auch die mögliche Motivlage ist noch unklar“, so die Polizei Mettmann.
Hinweise zu verdächtigen Personen im Bereich der Sitzbänke vor dem Einkaufszentrum Monheimer Tor oder Hinweise dazu, wer die Giftköder dort ausgelegt haben könnte, nimmt die Polizei Monheim am Rhein unter der Telefonnummer 02173-9594-6350 entgegen. (jv)

