Beim 1:2 im dritten Vorrundenspiel gegen Italien gelang dem am Montag 19 Jahre alt gewordenen Jano Bußmann die zwischenzeitliche 1:0-Führung.
ParalympicsBergneustädter erzielt einzigen Treffer des deutschen Para-Eishockey-Nationalteams

Trotz Niederlage hatte Jano Bußmann nach der Para-Eishockey-Partie gegen Gastgeber Italien allen Grund zur Freude.
Copyright: imago/Kuckuck
Riesenjubel beim Jüngsten: Jano Bußmann aus Bergneustadt hat am Dienstag den ersten und bislang einzigen Treffer der deutschen Para-Eishockey-Nationalmannschaft bei den Paralympischen Winterspielen in Mailand erzielt. Beim 1:2 (1:1, 0:1, 0:0) im dritten Vorrundenspiel gegen Gastgeber Italien gelang dem am Montag 19 Jahre alt gewordenen Bußmann die zwischenzeitliche 1:0-Führung (3. Minute). „Dass Jano sein Tor macht, ist ein nachträgliches Geburtstagsgeschenk. Er ist ein super talentierter Spieler, der uns als Mannschaft seit Jahren mega unterstützt. Die Welt sollte sich in Acht nehmen, der Junge wird noch ganz groß rauskommen“, meinte Mannschaftskapitän Malte Brelage nach der Partie schmunzelnd.
Bußmann zeigt sich trotz Niederlage des deutschen Para-Teams glücklich
Nach einem Fehler der Italiener an der Blauen Linie stürmte der Oberberger auf und davon, überwand Goalie Julian Kasslatter und riss lachend die Arme in die Luft. Am Ende reichte der Treffer allerdings nicht, weil sich die „Azzurri“ um Antreiber Nikko Landeros als etwas stärker erwiesen. Bußmann verbuchte knapp 14 Minuten Eiszeit, gewann drei von neun Bullys und beendete die Partie mit einem Plus-Minus-Wert von +1. Nach 45 umkämpften Minuten klatschten beide Teams den 4873 Zuschauern in der Santagiulia-Arena von Mailand Beifall für die Unterstützung.
„Es ist eine große Freude für mich, dass ich das erste Paralympics-Tor für Deutschland seit 20 Jahren schießen durfte. Die Gegentore waren ärgerlich, am Ende haben ein paar unglückliche Tore dazu geführt, dass wir nicht mehr gewinnen konnten“, sagte Jano Bußmann glücklich und fügte hinzu: „Den Traum von den Paralympics erleben zu dürfen, vor so einer geilen Kulisse und in so einer Arena – das gibt es nur im Para-Eishockey.“ Mannschaftskollege Ingo Kuhli-Lauenstein hofft auf eine Revance: „Ich hoffe, dass wir auf die Italiener nochmal im Spiel um Platz fünf treffen. Das ist unser großes Ziel.“
Am Montag hatte die deutsche Auswahl von Trainer Peter Willmann gegen den überlegenen Titelverteidiger USA erwartungsgemäß eine 0:13 (0:6, 0:5, 0:2)-Niederlage einstecken müssen. Die deutsche Mannschaft schließt ihre Vorrundengruppe damit auf dem vierten und letzten Platz ab. Am Donnerstag (Uhrzeit noch offen) wartet auf das deutsche Team im ersten Platzierungsspiel der Dritte der anderen Gruppe: entweder das Team aus der Slowakei oder aus Japan. (mit lth)

