AusstellungIn Engelskirchen trifft Druckgrafik auf Poesie

Sie stellen in Engelskirchen aus(v.l.). Rainer Aring, André Nowack, Daphna Koll, Gisela Eich-Brands, Christiane Klapdor, Sabine Helsper-Müller, Anke Lohbeck und Beate Mittelberg
Copyright: Claudia Kippels
Es ist ein besonderer künstlerischer Dialog zwischen zwei Welten, die historisch schon immer eng miteinander verwoben waren. Unter dem Titel „Druck & Poesie“ lädt die Initiative Engelsart am Sonntag zur Eröffnung einer außergewöhnlichen Werkschau ein. Auch der Zeitpunkt der Ausstellung ist kein Zufall. Er orientiert sich an zwei markanten Daten im Kulturkalender: Dem Tag der Druckgrafik am 15. März und dem Welttag der Poesie am 21. März.
In diesem Spannungsfeld bewegen sich die insgesamt vierundsechzig Exponate. Acht Künstlerinnen und Künstler aus der Region zeigen mit unterschiedlichen Techniken ihre ganz eigene Handschrift. Vom klassischen Holzschnitt und der Monotypie über die Kaltnadelradierung bis zu der neuen Gelliprint-Technik reicht das Spektrum.
Ein breites Spannungsfeld
Viele Bilder wurden extra für die Ausstellung erstellt. So beispielsweise ein großes Exponat aus mehreren Röntgenbildern, die mit naturnahen Formen bedruckt wurden. Es ist ein Gemeinschaftswerk von Christiane Klapdor und Gisela Eich-Brands. „Die Organe sind noch sichtbar und wir haben im Druck versucht, die Formen nachzuahmen,“ berichten die Künstlerinnen.
Es gibt ein Begleitprogramm Zusammen mit dem Gegenlicht von dem großen Fenster zum Engelsplatz ergibt sich eine faszinierende Kooperation zwischen zarten Körperstrukturen und klaren Druckformen. Weitere Ausstellende sind Rainer Aring, Sabine Helsper-Müller, Daphna Koll, Anke Lohbeck, Beate Mittelberg und André Nowack.
Am Sonntag bei der Vernissage erwartet die Gäste unter anderem ein kleiner informativer Vortrag von Rainer Aring über die Geschichte der Druckgrafik, ihre Bedeutung vom Mittelalter bis in die Neuzeit. Denn im letzten Jahrhundert machten Drucke mit der Möglichkeit der kleinen Preise Kunst für jedermann erschwinglich und teilweise zu begehrten Sammelobjekten.
Die Vernissage findet am Sonntag von 11 bis 13 Uhr im Alten Baumwolllager in Engelskirchen statt. Weitere Öffnungszeiten sind mittwochs, samstags und sonntags.
Im Begleitprogramm wird am 1. April einen Schreib-Workshop mit der Künstlerin und Schriftstellerin Sabine Wallefeld stattfinden, bei dem sich die Teilnehmenden von den Bildern inspirieren lassen. Am 11. April können Teilnehmende bei einem Druck-Workshop selbst aktiv werden. Für beide Workshops wird um Anmeldung unter veranstaltung@engelsart.de gebeten. Am Sonntag, den 19. April endet die Ausstellung mit einer Finissage von 14 bis 16 Uhr mit Direktverkauf. Weitere Infos gibt es online unter engelsart.de

