Gummersbachs Politik hat im Ältestenrat über eine Ehrung des verstorbenen Prof. Jürgen Habermas gesprochen. Eine Einigung über das Wie gab es noch nicht.
Diskussion im ÄltestenratHabermas-Platz oder Habermas-Gymnasium? - Ehrung in Gummersbach

Im Gespräch ist, den Platz vor dem Kino nach Prof. Jürgen Habermas zu benennen.
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Die Politik in der Kreisstadt ist sich offenbar grundsätzlich einig darüber, dass sie den in Gummersbach aufgewachsenen Philosophen von Weltrang, Prof. Jürgen Habermas, gebührend ehren will. Wie und wo das passieren soll, ist nach Informationen dieser Zeitung allerdings noch offen, nachdem der Ältestenrat am Freitagnachmittag dieses Thema auf der Tagesordnung hatte. Dass der Stadtrat bereits in seiner nächsten Sitzung im Mai einen Beschluss fassen wird, nach dem der Platz vor dem Kino nach Habermas benannt wird, scheint somit eher unwahrscheinlich.
Skepsis aus den Reihen von FDP und SPD
Der berühmteste Sohn der Kreisstadt war wie berichtet am 14. März im Alter von 96 Jahren in Starnberg gestorben. Kurz danach gab es in Gummersbach, wo er sein Abitur gemacht hat, erste Gespräche über eine mögliche Ehrung, nachdem diese zu Lebzeiten nicht zustande gekommen war. Bereits in den letzten Tagen hatten sich sowohl Ursula Anton (FDP) als auch Thorsten Konzelmann (SPD) im Gespräch mit dieser Zeitung skeptisch dahin gehend geäußert, dass man den Platz vor dem Kino Seven nach Habermas benennen sollte.
Mit einem entsprechenden Vorschlag war Bürgermeister Raoul Halding-Hoppenheit an die Politik herangetreten. Er hatte dieser Zeitung erklärt, dass er eine Umbenennung des Lindengymnasiums für kein gutes Vorgehen hält, weil dieses inzwischen zu einer Marke geworden sei. Doch genau darum geht es Konzelmann und Anton, die auch im Ältestenrat ihren Standpunkt, das Gymnasium nach Habermas zu benennen, noch einmal erläutert haben.

