Auch drei Objekte in Gummersbach und Marienheide sind am Dienstagmorgen Einsatzorte bei den landesweiten Razzien gegen die Rockergruppe „Hells Angels“.
Razzia gegen RockergruppeDurchsuchungen gegen „Hells Angels“ auch in Gummersbach und Marienheide

In Gummersbach-Erbland unterhalten die „Hells Angels“ ein Gelände mit Clubheim.
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Auch Gummersbach und Marienheide sind am Dienstagmorgen Einsatzorte bei den landesweiten Razzien gegen die Rockergruppe „Hells Angels“. In ganz Nordrhein-Westfalen sind 1200 Polizeibeamte in 28 Städten im Einsatz, erklärte das Innenministerium in Düsseldorf - es handele sich laut Ministerium um einen der größten Einsätze zur Bekämpfung der Rockerkriminalität in der Geschichte des Landes. So werden seit den frühen Morgenstunden mehr als 50 Objekte durchsucht. Auch Spezialeinsatzkräfte sind im Einsatz.
Nach Informationen dieser Zeitung sind bei zwei Razzien in Gummersbach und einer in Marienheide auch Beamte der Kreispolizeibehörde im Einsatz, gemeinsam mit der Bereitschaftspolizei. Das berichtet die Polizei Düsseldorf auf Nachfrage. In Gummersbach-Erbland unterhalten die „Hells Angels“ ein Gelände mit Clubheim.
Hintergrund der noch andauernden Maßnahmen sei laut Polizei Düsseldorf unter anderem die Umsetzung eines durch das Landesinnenministerium erlassenen Vereinsverbots gegen eine in Leverkusen ansässige Rockergruppierung.
Zeitgleich finden Vollstreckungsmaßnahmen unter anderem wegen des Verdachts der Bildung einer kriminellen Vereinigung sowie der räuberischen Erpressung statt. Geführt wird das Ermittlungsverfahren bei der Zentral- und Ansprechstelle für die Verfolgung Organisierter Straftaten in Nordrhein-Westfalen (ZeOS NRW). Ziel dieser Maßnahmen sei laut Polizei die Sicherung von Beweismitteln. In Langenfeld wurde ein Beschuldigter im Alter von 46 Jahren festgenommen. (r)

