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Polizei ermitteltAm Berufskolleg Gummersbach kam es zum Großeinsatz wegen versprühtem Reizgas

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Der Rettungsdienst bei einem Einsatz an einer Schule.

Der Rettungsdienst des Kreises kümmerte sich um die Verletzten. Zwei kamen ins Krankenhaus.

Insgesamt wurden 31 Schülerinnen und Schüler verletzt, die meisten leicht. Zwei Schülerinnen wurden ins Krankenhaus gebracht.

Weil einer oder mehrere bislang Unbekannte Reizgas versprüht haben, ist es am Donnerstagmittag gegen 12.20 Uhr zu einem Großeinsatz am Berufskolleg auf dem Gummersbacher Hepel gekommen. Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst rückten aus, weil sie wegen einer größeren Anzahl an Verletzten alarmiert worden waren. Mehrere Schüler hätten über Atemwegsbeschwerden geklagt, hieß es am Einsatzort vonseiten der Polizei.

Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen der Polizei erlitten 31 Schülerinnen und Schüler sowie vier Lehrkräfte leichte Verletzungen in Form von Reizungen der Augen und Atemwege. Zwei Schülerinnen wurden vorsorglich ins Krankenhaus gebracht. Das Schulgebäude wurde mittags komplett geräumt.

Auf Landrat Klaus Grootens eilte zum Einsatzort auf den Hepel

Auch Oberbergs Landrat Klaus Grootens hatte sich nach der Alarmierung unverzüglich auf den Weg aus dem Kreishaus zum Berufskolleg gemacht, um sich ein Bild der Lage zu machen und mit den Einsatzkräften sowie der Schulleitung zu sprechen. „Zum Glück ist das ganze noch einmal glimpflich ausgegangen“, konnte Grootens vor Ort schnell weitergeben und zeigte sich erleichtert. Der Landrat betonte jedoch: „Ein solches Verhalten ist absolut inakzeptabel.“

Die Polizei konnte den oder die Verursacher, die das Reizgas gesprüht haben, bislang nicht ermitteln. „Ich gehe nicht von einem Unfall, sondern von einem vorsätzlichen Handeln aus. So ein Verhalten wird Konsequenzen haben, sollte sich später herausstellen, wer dafür verantwortlich ist“, betonte der Landrat und ergänzte: „Ich kann darüber nur mit dem Kopf schütteln. Wir können froh sein, dass nicht mehr passiert ist.“

Das Gebäude des Berufskollegs war schnell wieder betretbar und die Feuerwehr konnte bereits nach kurzer Zeit wieder abrücken. Anschließend fanden Reinigungsarbeiten statt. Markus Heisterkamp, stellvertretender Schulleiter des Berufskollegs, teilte mit, dass die Kurse am Donnerstagabend wie gewohnt stattfinden sollten. Die Polizei hat nun ein Strafverfahren eingeleitet. (lth)