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FörderpreisGummersbacher Studenten machen das Wasser sauberer

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Zwei junge Leute mit Urkunden in einer Gruppe.

Die Studierenden Leonie Sengotta und Hüseyin Yakar mit dem Verbandsratsvorsitzenden Ulrich Stücker (r.) und Vertretern der TH.

Zwei Abschlussarbeiten der Gummersbacher Hochschule helfen dabei, Abwasser effizienter zu reinigen. Dafür wurden sie nun ausgezeichnet.

Sauberes Wasser wird in vielen Gegenden der Welt in Folge von Klimawandel und industriellen Verunreinigung immer knapper. Um zuverlässig sauberes Wasser bereitzustellen, werden effektive Aufbereitungsmethoden immer relevanter. Zum 25. Mal hat der Aggerverband vor diesem Hintergrund in Zusammenarbeit mit dem Campus Gummersbach der Technischen Hochschule Köln einen mit 600 Euro dotierten Förderpreis vergeben. Im Rahmen des Weltwassertages prämiert wurden zwei wasserwirtschaftliche Abschlussarbeiten.

So erhielt zum einen Leonie Sengotta, Bachelor of Engineering im Studiengang Bauingenieurwesen, den Förderpreis für ihre Arbeit mit dem Thema „Ertüchtigung von Teilen der mechanischen Reinigungsstufen der Kläranlage Dürscheid“. Die dortige Kläranlage bereitet im Bereich der mechanischen Reinigungsstufe aus hydraulischen Gründen betriebliche Probleme, die durch bauliche und verfahrenstechnische Maßnahmen beseitigt werden sollen. Eine mögliche Planungsalternative   hat Sengotta im Rahmen der Bachelorarbeit erarbeitet. Betreut wurde die Arbeit von Rainer Feldhaus (TH Köln) und Markus Büscher (Aggerverband).

Gummersbacher Student untersucht Strömungsverhalten

Der zweite Preisträger ist Hüseyin Yakar, Bachelor of Engineering im Studiengang Allgemeiner Maschinenbau. Seine Abschlussarbeit trägt den Titel „CFD-basierte Analyse des Tortuositatseinflusses auf den Wassertransport in idealisierten Poren keramischer Membranen“. Solche keramischen Membranen haben Vorteile gegenüber klassischen Aufbereitungsmethoden. Flachmembrane aus Silizium Carbid etablieren sich bei der Verwendung zur Trinkwasseraufbereitung immer mehr.

In der vorliegenden Arbeit wurde sich mit der Fragestellung beschäftigt, wie sich eine Tortuositätsänderung auf das Strömungsverhalten in idealisierten Porenmodellen auswirkt. Tortuosität beschreibt, wie verschlungen oder „krumm“ ein Weg durch ein Medium ist – zum Beispiel durch Poren in einem Material. Miriam Sartor und Wolfgang Kraemer betreuten Yakars Bachelorarbeit.

Der Weltwassertag, der seit 1993 als Ergebnis der UN-Weltkonferenz über Umwelt und Entwicklung 1992 in Rio de Janeiro jährlich am 22. März begangen wird, stand in diesem Jahr unter dem Motto „Water and Gender“. Es geht um die ungleiche Betroffenheit der Geschlechter durch Wasserkrisen.

#Frauen und Mädchen leiden weltweit überproportional unter mangelndem Zugang zu Wasser, Sanitärversorgung und Hygiene leiden. Dies beeinträchtigt ihre Gesundheit, Bildung und Sicherheit. Die Stärkung der Rolle von Frauen in der Wasserbewirtschaftung sei essenziell für nachhaltige Entwicklung, Gerechtigkeit und das Erreichen der UN-Ziele, zitiert der Aggerverband das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit in einer Mitteilung.