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Fußball-MittelrheinpokalFür Eintracht Hohkeppel endet gegen Viktoria Köln der Traum vom Finale

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Die beiden Mannschaften laufen mit den Nachwuchskicker ins Achim-Lammers-Stadion in Köttingen ein.

Die Aufregung beim Hohkeppeler Nachwuchs, der mit den Teams einlief, war groß. Rund 460 Zuschauer sahen die Partie zwischen dem Mittelrheinligisten und dem favorisierten Drittligateam.sport Verbandspokal Halbfinale.Eintracht Hohkeppel Viktoria Köln.

Der Fußball-Mittelrheinligist Eintracht Hohkeppel unterliegt im Halbfinale vor 460 Zuschauern Drittligist Viktoria Köln mit 1:4.

Schon früh ausgeträumt war der Traum vom Finale um den Verbandspokal für den SV Eintracht Hohkeppel. Vor 460 Zuschauern bei eisigen Temperaturen legte der favorisierte Drittligist Viktoria Köln nach einer Viertelstunde mit einem Doppelschlag zum 2:0 den Grundstock für den Einzug ins Pokalfinale, in dem die Viktoria auch noch Ausrichter ist. Dort treffen die Hausherren auf den Sieger der Partie SC Fortuna Köln gegen Bonner SC, die am kommenden Mittwoch ausgetragen wird.

Eintracht Hohkeppel - FC Viktoria Köln 1:4 (0:2)

Aufgeregt versammelten sich schon vor dem Einmarsch beider Mannschaften die Nachwuchskicker der U9 bis U11 von Eintracht Hohkeppel. Der zehnjährige Lean und seine Mitspieler durften als Einlauf-Kinder die Teams aufs Feld führen und hatten ihre Freude an diesem Event, ebenso wie zahlreiche Mamas und Papas. Viele Handys wurden gezückt.

Zu Beginn der Partie wurde gleich deutlich, dass die Eintracht sich viel vorgenommen hatte. Gleich der erste Ballverlust der Viktoria wurde von den heimischen Fans bejubelt und die erste Ecke schon nach wenigen Sekunden von Rudi Gonzalez ausgeführt. Dennis Pinchuk, dieses Mal von Beginn an aufgeboten, traf in der zweiten Minute den Pfosten.

Nach einer Viertelstunde übernahm Viktoria Köln das Heft des Handels in die Hand

Schon in der fünften Minute wurde die zweite Ecke für die Gastgeber verzeichnet. Das Team von Trainer Apo Keseroglu machte mächtig Dampf in der Offensive, allerdings ohne jeglichen Ertrag. Es dauerte etwa eine Viertelstunde, bis die Gäste das Heft des Handelns übernahmen und nun eigene Chancen und diese dann gleich reihenweise kreierten.

Früh wurde mit Arian Amyn ein früherer Akteur der Viktoria in die Partie eingewechselt. Hendrik Strobl musste mit muskulären Problemen verletzt passen. Amyn hat 13 Partien in der U19-Bundesliga für die Viktoria bestritten. Auch Eintrachtler Joel Vieting hat eine Viktoria-Vergangenheit, fehlt aber schon seit einigen Wochen verletzt.

Der Hohkeppeler Arian Amyn versucht den Kölner zu stoppen.

Doppeltorschütze Yannick Aime Tonye war nicht zu stoppen, hier versucht es Arian Amyn.

Nach Flanke des starken Simon Handle traf Yannick Aime Tonye, der vor dieser Saison von der U23 des FC Schalke 04 nach Köln-Höhenberg gewechselt war, per sehenswerter Volleyabnahme zum 0:1. Nur zwei Minuten später erhöhte Lukas Mika Wolf auf 0:2.

Hin und wieder gab es entlastende Angriffe der Gastgeber. Wurde der Ball in der eigenen Defensive abgefangen und ein Mitspieler auf die Reise geschickt, fehlte aber die „zweite Welle“ aus dem Mittelfeld, die Bälle erneut in die Box der Gäste brachte. In der 30. Minute scheiterte der eingewechselte Amyn knapp. Clinton Williams-Emmanuel hatte ihm den Ball gekonnt in den Lauf gespielt.

Kapitän Firat Tuncer verkürzte per Handelfmeter für Hohkeppel zum 1:3

Gleich nach dem Pausentee erzielte Yannick Aime Tonye seinen zweiten Treffer des Abends, traf in der 46. Minute zum 0:3. Eintracht Hohkeppel erarbeitete sich nun auch Chancen, wurde in der Offensive stärker, allerdings ohne sich viele zwingende Torchancen zu erarbeiten.

Kapitän Firat Tuncer verkürzte per Hand-Elfmeter in der 53. Minute auf 1:3. Und dann erhöhten die Gastgeber erneut den Druck wie schon zum Auftakt der Partie. Amyn hatte das 2:3 auf dem Schlappen. Der Keeper der Gäste parierte herausragend. Den Schlusspunkt setzte Robin Velasco mit seinem Tor zum 1:4, zehn Minuten vor dem Abpfiff.

Unsere Gäste sind individuell sehr stark, nutzen wenige Tor-Gelegenheiten zu Treffern.
Apo Keseroglu, Trainer  Eintracht Hohkeppel

„Mir hat sehr gut gefallen, mit wie viel Power wir nicht nur zu Beginn der Partie Druck auf der Gäste-Defensive entwickelt haben“, erklärte anschließend Eintracht-Trainer Apo Keseroglu. „Leider haben wir Nackenschläge bekommen. Beim 0:1 verteidigen wir nicht gut, müssen eine Flanke in Überzahl passieren lassen. Das 0:2 kassieren wir nach einem Fehler im Aufbauspiel“, führt der Trainer weiter aus.

„Sehr gut haben wir in der zweiten Halbzeit agiert. Wenn Arian Amyn seine Riesenchance nutzt, stellen wir auf 2:3. Wir haben unseren Gegner auf jeden Fall sehr gefordert. Das sagte nach dem Abpfiff auch mein Trainerkollege. Unsere Gäste sind individuell sehr stark, nutzen wenige Tor-Gelegenheiten zu Treffern.“

Am Sonntag führt die Reise Hohkeppel im Alltag der Mittelrheinliga zum Kontrahenten nach Wegberg-Beeck. Es gilt, rasch den Frust der beiden Niederlagen in den letzten beiden Spielen zu verarbeiten und wieder nach vorne zu schauen und zu punkten, um die Chance, um den Aufstieg in die Regionalliga weiterhin mitzuspielen, zu wahren.

Tore: 0:1 Yannick Aime Tonye (15.), 0:2 Lukas Mika Wolf (17.), 0:3 Yannick Aime Tonye (46.), 1:3 Firat Tuncer (53./HE), 1:4 Robin Velasco (80.).

Eintracht Hohkeppel: Strauch, Gonzalez (78. Eligon), Dogan, Tuncer, Langer, Bilogrevic, Adahchur (84. Knuschke), Pinchuk (57. Theisen), Williams, Owusu (84. Famakinwa), Strobl (10. Amyn).