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Jugend musiziertPreisträger des Regionalwettbewerbs spielen auf Schloss Homburg in Nümbrecht

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Die jungen Musiker auf der Bühne.

Ein wunderbares Zusammenspiel zeigten (v.l.) Elisa Klees, Fangkai Mao und Leona Jane Thiel beim Konzert auf Schloss Homburg.

Die Preisträger des Regionalwettbewerbs „Jugend musiziert“ hatten einen glanzvollen Auftritt auf Schloss Homburg in Nümbrecht.

Ende Januar nahmen in Bergisch Gladbach 49 Kandidaten am Wertungsspiel für „Jugend musiziert“ teil. Zehn konnten sich für den Landeswettbewerb qualifizieren. Andreas Josephs, Vizevorsitzender des Vereins „Jugend und Musik“ Rhein-Berg und Oberberg (Jumbo), der den Wettbewerb organisiert, ist überzeugt: „Dafür ist neben Talent eine große Liebe zur Musik erforderlich.“ Zudem Mut, Ehrgeiz und Ausdauer. Schmunzelnd fügt er in der Begrüßung hinzu: „Und die jungen Musiker brauchen Eltern mit starken Nerven.“

Zu jung für den Landeswettbewerb

Traditionell hat das Konzert der Preisträgerinnen und Preisträger des 63. Regionalwettbewerbs „Jugend musiziert“ in der Neuen Orangerie auf Schloss Homburg stattgefunden. Evelyn Buyken, Cellistin und Musikwissenschaftlerin von der Universität Siegen, übernahm die weitere Moderation. Sie lobte nicht nur die Jugendlichen und die Lehrkräfte, die das Potenzial ihrer Schüler erkennen, sondern zeigte auch Mitgefühl für die Geschwister der Preisträger: „Es kann manchmal ganz schön anstrengend sein, immer wieder die gleichen Melodien hören zu müssen.“

Den Auftakt machte die junge Pianistin Mila Mukhopadhyay aus Wiehl mit dem Stück „Die traurige Prinzessin“, gefolgt von der Gummersbacherin Fiona Leonor Buik, ebenfalls am Flügel, mit zwei Sätzen aus einer Sonatine von Muzio Clementi, den Buyken als „Vater des Klaviers“ bezeichnete. Beide Mädchen können aus Altersgründen noch nicht am Landeswettbewerb teilnehmen. Denn dazu muss man vor dem Jahr 2016 geboren sein.

In beeindruckender Harmonie

„Musik ist Emotion“, sagte Felix Ammann, Kulturdezernent des Oberbergischen Kreises, nach diesem musikalischen Einstieg und äußerte seine Bewunderung für die Preisträger: „Ihr seid alle ganz toll, sonst wärt Ihr nicht bis hierher gekommen.“ Evelyn Buyken ergänzte: „Bei so einem Potenzial brauchen wir uns viel weniger Sorgen um die Zukunft machen.“

Nachdem Nujen Nala Meei-Lee Kut aus Bergneustadt Jugendetüden von Franz Liszt auf dem Flügel vorgetragen hatte, ging es weiter in die Welt der Streichinstrumente. In beeindruckender Harmonie präsentierten die elfjährigen Zwillingsbrüder Qingcheng und Qingru Tian aus Engelskirchen zunächst Duette für Violoncelli von Joseph Haydn, bevor sie schwungvoll lateinamerikanische Tänze von José L. Elizondo interpretierten.

Mit Mut und Leidenschaft

„Mich begeistert die Leidenschaft, mit der die Jugendlichen musizieren“, sagte Mustafa ali Gözlükaya, Regionaldirektor der Kreissparkasse Köln, die den Regionalwettbewerb unterstützt. Er würdigte den Mut der jungen Menschen, sich vor vielen Zuhörern auf die Bühne zu stellen. „Musik verbindet und ist eine gute Investition in die Zukunft unserer Gesellschaft.“

Ein grandioses Zusammenspiel zeigten sodann Elisa Klees (Violine, Nümbrecht), Fangkai Mao (Bratsche, Gummersbach) und Leona Jane Thiel (Cello, Nümbrecht) auch in den längeren Pianissimo-Passagen des Zeichenstaub-Trios von Graham Waterhouse. Wieder am Klavier glänzten die Gummersbacherin Emely Fangyi Mao und Titus Kreimeyer aus Overath, bevor die Hückeswagener Sopranistin Tara Eleni Blankenberg, begleitet von Thilo Ratai am Flügel, das Konzert gesanglich mit „The Ash Grove“ von Benjamin Britten anrührend ausklingen ließ.