Für mehr als vier Monate, nämlich vom 27. März bis 7. August, wird die RB25 zwischen Dieringhausen und Köln nicht verkehren. Darüber sprach jetzt der Kreisentwicklungsausschuss.
RB25Bahnverbindung von Oberberg nach Brügge bleibt erhalten

Ab Ende März müssen Bahnpendler, die aus Oberberg Richtung Köln wollen, vier Monate auf den Schienenersatzverkehr zurückgreifen.
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Die umfangreichen Arbeiten, die zu einer mehr als vier Monate dauernden Unterbrechung der Bahnverbindung zwischen Gummersbach-Dieringhausen und Köln (27. März bis 7. August) führen werden, waren jetzt auch Thema im Kreisentwicklungsausschuss. Auf Antrag der Grünen standen dort Vertreter von Go.Rheinland und DB Infra Go den Ausschussmitgliedern Rede und Antwort. Im Großen und Ganzen berichteten sie über das 20-Millionen-Euro-Projekt, was schon vor zwei Wochen bei einer Pressekonferenz der Bahn zum gleichen Thema bekannt geworden war (wir berichteten).
Wenden im Hauptbahnhof unmöglich
Sebastian Schäfer (Grüne) wollte unter anderem wissen, wie es um die Mitnahme von Fahrrädern bestellt sein wird, wenn Bahnkunden während der Unterbrechung mit Bussen des Schienenersatzverkehres fahren. Dass das immer und uneingeschränkt möglich sein wird, wollte der Vertreter von Go.Rheinland unter Hinweis auf den begrenzten Platz in den Bussen nicht garantieren.
Mit Blick auf die Verspätungsanfälligkeit der RB25 und auf den neuen Haltepunkt in Overath-Vilkerath, den die Bahn im Zuge der viermonatigen Arbeiten bauen will, fragte Schäfer, ob die Zeit, die der dortige zusätzliche Halt kosten wird, vielleicht gewonnen werden könne, wenn die RB25 in Zukunft in Köln nicht mehr bis Hansaring führe, sondern nur bis zum Hauptbahnhof. Unmöglich, lautete die Antwort der Gäste. Im Hauptbahnhof sei ein Wenden nicht möglich, ohne mindestens fünf andere Züge zu verdrängen, was bei der extrem dichten Taktung im Hauptbahnhof undenkbar sei.
Moritz Müller (CDU) wollte wissen, ob während der viermonatigen Sanierungsphase die Bahnverbindung aus dem Oberbergischen in die andere Richtung und somit eine Schienenanbindung zu einem Bahnhof mit Fernverkehrsanbindung – also Hagen – erhalten bleibe. In diese Richtung, so die Experten, würden tatsächlich weiterhin im Stundentakt Züge bis LüdenscheidBrügge fahren.
Müller thematisierte in diesem Zusammenhang das Ärgernis vieler Pendler, dass die Umsteigezeit für Nutzer von RB25 und RB52 in Brügge nur drei Minuten betrage. Er selber habe sechsmal dort die Probe aufs Exempel gemacht und habe nur in drei Fällen den Anschluss erwischt. In den anderen drei Fällen musste er fast eine Stunde auf die nächste Verbindung warten. Auf seine Frage, welche Möglichkeiten es geben könnte, bessere Umsteigezeiten zu erreichen, erhielt er die ernüchternde Antwort: „Kurz- und mittelfristig keine.“ Die ganze Strecke müsste ertüchtigt werden, zurzeit gebe es auf der RB52-Strecke etliche Langsamfahrt-Abschnitte. Um die Anschlüsse der beiden Regionalbahnlinien zu entzerren, sei ein komplett neues Fahrzeitenkonzept notwendig, „das wäre ein extremes Domino“ und würde mehr als einen Aufgabenträger betreffen, so der Vertreter von DB Infra Go.

