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Baugenehmigung erteiltStadt Waldbröl bereitet den Abbruch der Brandruine vor

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Die Flächen rund um die Brandruine der Markthalle in Waldbröl sind gerodet. Bald soll auch die alte Halle verschwinden. Auch liegt dem Rathaus die Baugehmigung für eine neues, multifunktional gestaltetes Gebäude vor.

Die Flächen rund um die Brandruine der Markthalle in Waldbröl sind gerodet. Bald soll auch die alte Halle verschwinden. Auch liegt dem Rathaus die Baugehmigung für eine neues, multifunktional gestaltetes Gebäude vor.

Die Reste der alten Markthalle sollen im zweiten Quartal dieses Jahres fallen. Die Flächen ringsherum sind bereits gerodet worden.

Wahrscheinlich schon im kommenden Quartal kann Waldbröl Abschied nehmen von der Brandruine der alten Markthalle: Diese soll dann endlich dem Erdboden gleichgemacht werden. Der zuständige Fachbereichsleiter Jan Kiefer ist zuversichtlich: „Zurzeit werten wir die Angebote für diesen Rückbau aus.“ Den Förderbescheid für den Neubau erwarte er dagegen im Frühsommer, so Kiefer.

Und damit der Bagger zügig loslegen kann, hat sich der städtische Bauhof schon mal ins Zeug gelegt. Die Grünflächen um die Halle sind freigeschnitten und gerodet worden, Gehölze wurden ebenso entfernt wie Bäume, die den künftigen Bauarbeiten im Wege gestanden hätten. Kiefer: „Wir haben nur Bäume entfernt, die wirklich wegmussten.“ Mit den Resten des 1982 errichteten Gebäudes soll auch das Wohnhaus an der Gerberstraße 10 fallen.

In der Nacht zum 25. April 2022 störte in Waldbröl ein Feuer die 1982 errichtete Markthalle. Deren Ruine soll nun verschwinden.

In der Nacht zum 25. April 2022 störte in Waldbröl ein Feuer die 1982 errichtete Markthalle. Deren Ruine soll nun verschwinden.

Vor wenigen Tagen hat die Stadtverwaltung zudem grünes Licht für den geplanten Neubau bekommen: Die Baugenehmigung ist in den Rathausbriefkasten geflattert. Und in der jüngsten Sitzung hat der Haupt- und Finanzausschuss des Stadtrates zudem einen Sperrvermerk aufgehoben, den die Politik im vergangenen Januar erlassen hatte. Dieser sollte zusätzliche Kosten auf eine Höhe von rund 2,4 Millionen Euro deckeln.

Weil der Gesetzgeber aber neue Spielräume zulässt, damit bei steigenden Kosten keine neuen Anträge auf nachträgliche Förderung formuliert werden müssen, sind die Waldbröler Stadtverordneten optimistisch, dass die neue Markthalle zu den bisherigen Preisen auch tatsächlich gebaut werden kann. Das sind nach erklärtem Willen der Politik höchstens 4,83 Millionen Euro.

Die Kosten für den Abbruch und die Aufbereitung der Grundstücke sind zurzeit mit rund 402.000 Euro berechnet. Für die weitere Gestaltung des Marktgeländes ist Chefplaner Hans-Joachim Hamerla vom Düsseldorfer Büro ASS auf eine Gesamtsumme von fast 8,3 Millionen Euro gekommen. Doch stieß er auf den Widerstand der Politik: Bei 7,6 Millionen ist nach deren Willen unbedingt Schluss. Das ist der größte Posten im Integrierten Handlungs- und Entwicklungskonzept „Innenstadt Waldbröl 2030“, das ein Volumen von fast 15 Millionen ausweist.

Zur Erinnerung die alte Markthalle in Waldbröl war von einem Feuer in der Nacht zum 25. April 2022 völlig zerstört worden, dabei gingen auch die beiden Fahrzeuge des Bürgerbusvereins in Flammen auf. Nach Angaben der Polizei konnte keine Ursache für den verheerenden Brand ermittelt werden.