Mit einer Öffentlichkeitsfahndung sucht die Polizei nach zwei Männern, die in Schuppen, Scheunen und Garagen eingestiegen sein sollen.
83 TatenPolizei Oberberg gibt Details zu Einbruchsserie in Wiehl und Nümbrecht bekannt

Zwischen August und Oktober schlugen die Kriminellen nach Überzeugung der oberbergischen Kriminalisten zu.
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Bei der Vorstellung der Kriminalitätsstatistik für das Jahr 2025 hat die Polizei erstmals über eine Serie von Einbrüchen im Südkreis berichtet, die sich dort im vergangenen Jahr ereignet hat und die auf das Konto zweier Personen gehen soll. Brigitte Bins-Scheske, Leiterin des Kriminalkommissariats in Waldbröl, berichtet, dass rund 83 Sachverhalte der Serie zugeordnet werden.
Schwerpunkt in Wiehl und Nümbrecht
Die Straftaten haben sich demnach in der Zeit zwischen dem 19. August und dem 24. Oktober 2025 ereignet. Überwiegend in der Zeit zwischen 0 und 5 Uhr. Und in aller Regel im Bereich Wiehl und Nümbrecht. Aber auch in Waldbröl und über die Kreisgrenze im Rhein Sieg-Kreis.
Ziel der Kriminellen seien Garagen, Schuppen oder Scheunen gewesen. Aber auch Autos wurden aufgebrochen. Zu ihrer Beute gehörten Bargeld, Werkzeug und vielfach auch teure Pedelecs. Wichtig war es Bins-Scheske, deutlich zu machen, dass in keinem der Fälle in Wohnhäuser eingebrochen worden sei. In der Bevölkerung sei das bisweilen über einen Kamm geschoren worden, was aber nicht zutreffend sei.
Polizei Oberberg gibt auffällige Merkmale bekannt
Auf einen Kreis von Verdächtigen sei man nicht zuletzt auch dank vorhandener Videoaufnahmen vom Tatort gekommen. Trotz der Aufnahmen seien die Täter der Polizei bis jetzt aber nicht bekannt. Auch diverse Spurenträger hätten keine DNA-Spuren gezeigt. Schließlich habe man auch zwei Mobiltelefone untersucht, was aber auch zu nichts geführt habe.
Einige auffällige Merkmale der Täter und deren Kleidung seien: Arbeitshandschuhe, zum Teil der Firma „Uvex“, ein Halstuch bzw. schwarzes Funktionstuch sowie ein helleres Tuch mit Muster im Mundbereich, eine dunkle Mütze bzw. Kappe mit „NY“-Emblem, welches für New York steht, eine dunkelgrüne oder schwarze Jacke mit orangeroten Reißverschlüssen, eine dunkle Jacke mit Steppmuster, ein Rucksack mit Netz als Flaschenhalterung und schwarzen Brust- und Bauchgurten, weiße Schuhe mit schwarzen Schnürsenkeln sowie schwarze Adidas-Schuhe mit heller Sohle.
Beide Männer sind Rechtshänder
Beide Männer seien Rechtshänder, der eine hager und sportlich. Für ihre Flucht hätten die Täter die erbeuteten Pedelecs genommen und seien mit diesen über Waldwege gefahren. Seit Februar läuft eine Öffentlichkeitsfahndung der Polizei. Zudem hat die Polizei inzwischen etliche Gespräche mit Bürgern im Gebiet der Straftaten geführt.
Bins-Scheske rät weiter, weder Wertgegenstände noch Papiere im Auto zu lassen, denn das sei kein Tresor. Viele der Autos, die Ziel der Täter waren, seien zudem nicht verschlossen gewesen. Teure Pedelecs gehörten in den Keller und dort gesichert.
Den Akku sollte man entfernen und die Räder individuell gravieren lassen, was Tätern den Verkauf deutlich schwerer mache. Auch ein GPS-Modul sei sinnvoll, um ein Rad zu verfolgen. Schließlich sollte man sich einen Fahrradpass zulegen, der daheim sicher aufbewahrt wird.

