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BauprojektErbpachtnehmer stellt in Kürten 300 Quadratmeter dauerhaft zur Verfügung

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Ein gelber Bagger steht vor einem gerodeten Hang.

Beim Baugebiet Bergstraße beziehungsweise am Wiedenhof in Kürten-Mitte können die Arbeiten bald starten.

Erbpachtnehmer Markus Berghaus und die Verwaltung mit Bürgermeister Mario Bredow haben eine Einigung für Berghaus' Bauprojekt gefunden.

Im Saal des Bürgerhauses saß ein erleichterter Erbpachtnehmer Markus Berghaus, und auch das Verwaltungsteam mit Bürgermeister Mario Bredow (parteilos) und seinem fürs Bauen zuständigen Geschäftsbereichsleiter Michael Advena war die Entspannung anzumerken.

Nach monatelangen Verhandlungen: Es gibt eine Einigung zwischen den Akteuren für Berghaus' großes Bauprojekt an der Bergstraße beziehungsweise am Wiedenhof in Kürten-Mitte. Eine Fläche von rund 300 Quadratmetern, angrenzend an das Jugendzentrum/Jugendheim, stellt der Erbpachtnehmer dauerhaft der Gemeinde Kürten zur Verfügung. Die Kommune zahlt einen Mietzins von einem Euro je Quadratmeter und Monat (also 3600 Euro im Jahr) – als Gegenleistung können auf der Flächen Veranstaltungen des Jugendzentrums stattfinden und im Sommer die Kirmes.

Jugendzentrum und Musikverein sind auch einverstanden

Auch mit Andreas Schünke, dem Einrichtungsleiter des Jugendzentrums, sei gesprochen worden, sagte Advena, ebenso mit dem Musikverein, der die allseits beliebte Kirmes ausrichtet – beide Seiten seien einverstanden. Ohne die Fläche hinter dem Jugendzentrum wäre auch dieses Brauchtum wohl nur noch eingeschränkt möglich gewesen, wenn überhaupt.

Für die Vereinbarung müssen sich Bredow und Berghaus jetzt noch zum Notar aufmachen: Im Grundbuch wird alles besiegelt, eine Vereinbarung, die nur von beiden Seiten aufgelöst werden kann. „Das ist das Besondere“, berichtete Advena den Politikern im Planungsausschuss. Eine Zustimmung zum Bau eines Mehrfamilienhauses und Tagespflegeeinrichtung auf der Berghaus-Fläche trafen die Politiker ebenfalls, und das einstimmig. Es ist eine Art Vorratsbeschluss: Sobald die Tinte unter dem Grundbuchvertrag trocken ist, greift der Beschluss.

Nach der Eintragung im Grundbuch kann das Projekt starten

Was anschließend auf die Politiker im Fachausschuss zukommt , ist die Rückabwicklung des laufenden Bebauungsplans mit einer Veränderungssperre für das Grundstück. Geschäftsbereichsleiter Advena kündigte an, die Schritte nach Absicherung des Grundbuchs angehen zu wollen. Mit dem Bebauungsplan hatte die Kommune zunächst einen Zugriff auf die Parzelle im Oberdorf erhalten wollen. Mit der Einigung ist dies nun nicht mehr erforderlich. Nach der Eintragung im Grundbuch wird die politische Zustimmung zu Mehrfamilienhaus und Tagespflege wirksam und Berghaus kann das Projekt mit einem Bauantrag beginnen.

Auch zu weiteren Wohngebäuden hat der Erbpachtnehmer bereits Bauanträge gestellt, es wird sich demnach voraussichtlich bald etwas tun auf der seit Jahrzehnten brachliegenden Fläche. Markus Berghaus und seine Frau haben das Grundstück auf 99 Jahre in Erbpacht von der Katholischen Kirche übernommen und sich verpflichtet, die Fläche baulich zu entwickeln. Eigentümerin der Fläche ist die Kirche.