Mit dem Ziel ihre selbst geschriebenen Songs auf die Bühne bringen zu können, hat Michaela Ansey die Enterbten im Frühjahr 2023 gegründet.
Musiker mit sozialer AderDie „Enterbten“ aus Brühl feiern ihre Plattentaufe

Die Musiker der Band die Enterbten freuen sich wie Bolle über ihre erste Schallplatte. Als CD ist ihre erste Platte schon jetzt zu haben. Zuerst aber wollen sie die Plattentaufe feiern.
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Der Countdown läuft: Nur noch wenige Stunden müssen sich Mario Hoverath, Ingo Dudda, Guido Rizzato, Alexander Schäfer und Michaela Ansey gedulden. Auch wenn ihnen ihre erste eigene Schallplatte wahrscheinlich erst Ende Juni vorliegen wird, wollen sie die Plattentaufe schon heute feiern.
Denn zusammen sind die fünf Musiker die „Enterbten.“ Pünktlich zum Fest sind gerade auch die fertigen CDs mit der Post angekommen. Die Taufe wollen sie mit ihren Fans feiern. Anmeldungen nimmt die Band per Mail oder auf Facebook entgegen, erst dann wird der Ort mitgeteilt.
Brühl: Plattenfirma aus Baden-Württemberg
Mit dem Ziel endlich auch ihre selbst geschriebenen Songs auf die Bühne bringen zu können, hat Michaela Ansey die Enterbten im Frühjahr 2023 gegründet. Dass sie allerdings nur knapp drei Jahre später ihren ersten Plattenvertrag bekommen sollten, hatten die Musiker gar nicht auf dem Schirm. Eigentlich wollte Ansey gerade ins Bett gehen, als am 17. Januar dieses Jahres ihr Handy gegen 23 Uhr laut klingelte. „Wer will denn um diese Uhrzeit noch was von mir“, dachte sie, nahm das Gespräch aber dann entgegen.
„Am anderen Ende meldete sich die Plattenfirma NRT Records aus Baden-Württemberg“, berichtet sie. Zunächst dachte sie an einen Traum, als sie die Stimme im Telefon sagen hörte: „Wir wollen euch unter Vertrag nehmen.“ Ohne ihr Wissen hatte nämlich ein Freund drei ihrer aufgenommenen Songs an diese Plattenfirma gesendet. Und die schienen total begeistert: „Ich feiere euch gerade hier total ab“, sagte die Stimme auch. Und: „Ihr werdet große Auftritte bekommen.“
Musikerin ist in Brühl keine Unbekannte
„Mehr im Reflex habe ich dann sogar noch einen Auftritt bei Rock am Ring bestellt“, sagt Ansey und lacht. Immer noch fühlen sich die Musiker wie auf Wolke sieben. „Wir platzen alle fast vor Stolz“, sagt Ansey.
Die Musikerin ist in Brühl keine Unbekannte. Als Frontfrau der Coverband Rockgören schätzt man auch ihr Engagement für soziale Projekte und Institutionen. Wer die kecke Frau mit ihrem purpurroten Haarschopf kennt, der weiß natürlich auch, dass ihr das Mitmenschliche, das soziale und gerechte Miteinander aber auch die Rechte für Frauen und Mädchen ganz besonders am Herzen liegen. Zu diesen Themen hat sie auch einige Songs verfasst.
Außerdem möchten die Musiker in den Liedern Lebenslust und Lebensfreude vermitteln. Passend zu einem der Songs wurde der Plattentitel gewählt: „Niemals zu spät“. „Unsere Botschaft darin ist, dass die Menschen ihr Ding machen sollen, ganz egal wie alt oder jung sie sind“, erklärt sie.
Eine Botschaft haben die Enterbten aber auch in ihrem Song „Mädchen.“ „Es geht um Gleichberechtigung und darum, Mädchen stark zu machen“, erklärt Ansey. Speziell dafür planen sie im Juni auch die Aufnahme eines Musikvideos. Mädchen aus der ganzen Welt sind eingeladen. „Noch stehen die Räumlichkeiten nicht final fest“, sagt die Frontfrau. „Begleitend zum Videodreh soll das Thema Gewalterfahrung mit den Mädchen aber auf jeden Fall auch vor Ort pädagogisch aufgearbeitet werden“, erklärt sie.

