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Für Wartung von Loks und GleisenHGK baut neu und verdoppelt Zahl der Mitarbeiter in Brühl

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Zu sehen ist eine Gruppe von Menschen, die Spaten in den Händen halten.

Mit dem symbolischen Spatenstich nimmt der Bau des neuen Betriebshofs der HGK AG in Brühl-Vochem Fahrt auf. 

Von 2027 an sollen alle rund 180 Mitarbeiter des Bereichs Infrastruktur und Instandhaltung am Vochemer Standort „Am Volkspark“ tätig sein.

An großen Worten mangelte es nicht, als die Verantwortlichen von Häfen und Güterverkehr Köln AG (HGK), Stadt Brühl und beteiligten Bauunternehmen zum Spatenstich zusammenkamen. Im Stadtteil Vochem lässt die Logistikgesellschaft ein neues, mehr als 60 Meter langes dreistöckiges Gebäude für 110 Büroarbeitsplätze und eine neue Schlosserei errichten. Zusammen mit dem bereits dort ansässigen HGK-Bahnbetriebswerk mit einer Lok- und einer Waggon-Werkstatt entstehe damit „gewissermaßen die technische Herzkammer des Unternehmens“, erklärte Dr. Jens-Albert Oppel, Chief Operating Officer der HGK.

Vom Standort „Am Volkspark“ aus wird künftig ein Netz instandgehalten, zu dem 252 Kilometer Gleise, 62 Brücken, 160 Bahnübergänge und mehr als 500 Weichen gehören. Auch die Wartung von Lokomotiven und Waggons erfolgt dort. Die HGK, die etwa die Strecken und Haltestellen der Stadtbahnlinien 16 und 18 sowie viele Verbindungen zwischen Industrieanlagen verantwortet, bündelt mit dem Vorhaben die Kräfte.

Abschied von Standorten in Wesseling und Köln-Godorf

Bislang sind die Mitarbeiter des Bereichs Infrastruktur und Instandhaltung an drei Standorten im Einsatz. Neben Brühl sind dies Köln-Godorf, wo die Leitung und Administration des HGK-Netzes erfolgen sowie die Bauten am „Schwarzer Weg“ in Wesseling, wo sich noch die Werkstätten des Bereichs Netz befinden. Mit der Fertigstellung in Brühl – voraussichtlich im Sommer kommenden Jahres – wird man sich von diesen Standorten verabschieden, während die Zahl der HGK-Mitarbeiter in Brühl sich auf rund 180 verdoppelt. Die Netzleitzentrale verbleibt davon unberührt in Hürth.

„Das ist ein Statement und Signal für die Stadt“, sagt Brühls Bürgermeister Dr. Marc Prokop (CDU), der sich über lobende Worte für seine Verwaltung freuen durfte. Von der Antragsstellung bis zur Baugenehmigung seien lediglich dreieinhalb Monate vergangen, das sei beachtlich, betonte Oppel.

Er erklärte, mit der rund sieben Millionen Euro schweren Investition helfe man, Mobilität zu erhalten und weiterzuentwickeln. Die Wartung der Infrastruktur sei ein „Beitrag zur Daseinsvorsorge, Verkehrssicherheit und Leistungsfähigkeit unserer Region“.

Zu sehen ist eine Visualisierung des geplanten Gebäudes.

Das mehr als 60 Meter lange Gebäude soll Büroarbeitsplätze und eine Werkstatt beherbergen.

Als Pluspunkt soll sich das Vorhaben auch für die Angestellten erweisen. Man verabschiede sich von nicht mehr zeitgemäßen Arbeitsstätten und vereine nun moderne Büro- und Werkstattflächen sowie Sozialräume für die Belegschaft. Als Vorteile des gemeinsamen Standorts sollen sich die kurzen Wege für die Mitarbeitenden sowie die gemeinsame Nutzung des erforderlichen Equipments erweisen. In der Werkstatt des Neubaus werden sich die Fachkräfte etwa um die Wartung von Weichen- und Schrankenantriebe kümmern.