Der jahrzehntelang von der Post genutzte Komplex an der Schillerstraße soll um Häuser ergänzt, das Hauptgebäude saniert werden.
Filetstück wird bebautAuf ehemaligen Postgelände in Brühl entstehen 50 Wohnungen

An der Schillerstraße in Brühl soll der Hinterhof der Post bebaut werden.
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Der in den 1970er-Jahren errichtete, lange Jahre von der Post genutzte Gebäudekomplex zwischen Wilhelm-Kamm- und Schillerstraße wird umgestaltet. Mit der Aufstellung des Bebauungsplans „Alter Posthof Schillerstraße“ wurden nun die Weichen für die obligatorische Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung gestellt.
Angedacht ist die Bebauung des bestehenden Innenhofs. Dort sollen angebunden an die Schillerstraße voraussichtlich rund 50 Wohneinheiten entstehen. Vorgesehen ist außerdem die Errichtung einer neuen Tiefgarage und die Sanierung des Post-Hauptgebäudes, das künftig für gemischte gewerbliche Nutzungen bereitstehen soll.
Postbank-Filiale soll im sanierten Hauptgebäude erhalten bleiben
Die dort noch immer ansässige Postbank-Niederlassung soll laut Ralf Ritter, dem Technischen Beigeordneten der Stadt Brühl, auch im künftig modernisierten Gebäude ihren Platz erhalten. „Das sind die Informationen, die uns die Wodicon GmbH als Eigentümer der Immobilie mitgeteilt hat“, so Ritter.
Der Raumbedarf der Post ist jedoch bereits seit einiger Zeit deutlich geringer, als noch in den ersten Jahrzehnten nach der Errichtung des Komplexes. Das dort lange Zeit ansässige Brief- und Paketverteilzentrum ist ausgezogen. Das macht den Weg für die Umgestaltung dieses rund 3400 Quadratmeter großen Filetstücks in der westlichen City frei.
Das Konzept setzt laut Stadt „auf Innenentwicklung, Entsiegelung, Begrünung, klimaangepasstes Bauen und eine Stärkung des Zentrums rund um den Balthasar-Neumann-Platz“. So soll der derzeit als Parkplatz und Logistikfläche genutzte Hinterhof teils entsiegelt und begrünt werden. Das bestehende Gebäude erhält östlich und westlich Ergänzungen durch gestaffelte Zeilenbauten, die gemeinsam einen neuen Innenhof bilden. Rund 50 Wohnungen sind angedacht, möglich ist eine Kombination mit einem Boardinghouse, also Zimmern oder Apartments mit hotelähnlichen Leistungen für längere Aufenthalte, oder Studierendenappartements.
Die Dächer sollen begrünt und mit Photovoltaikanlagen versehen werden. Angedacht ist außerdem die Schaffung eines neuen Fußgänger-Durchgangs durch das derzeitige Posthauptgebäude in Richtung des bestehenden Parkplatzes an der Wilhelm-Kamm-Straße. Eine weitere Konkretisierung der künftigen Gestaltung und Nutzungen erfolgt laut Verwaltung im weiteren Planverfahren.

