Bürgermeisterin Carolin Weitzel (CDU) sieht keinen Handlungsspielraum mehr für ihre Stadt. Höhere Steuern sicherten notwendige Investitionen.
Steuern sollen raufErftstadt droht ein Defizit von 17,5 Millionen Euro

Erftstadts Bürgermeisterin Carolin Weitzel kündigte Einschnitte für Bürgerinnen und Bürger an.
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Erftstadt droht in diesem Haushaltsjahr ein Finanzloch von fast 17,5 Millionen Euro. Einnahmen von 169 Millionen Euro stehen – abzüglich des globalen Minderaufwandes von 3,7 Millionen Euro sowie außerordentlicher Erträge – deutlich höhere Ausgaben in Höhe von 191 Millionen Euro gegenüber.
Bürgermeisterin Carolin Weitzel (CDU) sagte in ihrer Rede zur Einbringung des Haushalts am Dienstag (10. Februar), die Zeiten seien nach wie vor sehr schwierig. Sie machte deutlich, dass die Möglichkeiten auf kommunaler Ebene ausgeschöpft seien. Bund und Länder müssten sich für eine wirtschaftliche Verbesserung der kommunalen Haushalte nachhaltig engagieren.
Kämmerer schlägt deutliche Erhöhung der Grundsteuer B vor
Gleichwohl wolle Erftstadt 2026 weiter investieren: in Sportanlagen, in die Bezuschussung der Musikschule und die Förderung von Vereinen. Dies mache in der Folge Gebühren- und Steuererhöhungen unvermeidbar. Nach Berechnungen des Kämmerers Dirk Knips müsste die Grundsteuer B von 635 auf 895 Punkte angehoben werden. Die Alternative wären laut Weitzel „noch mehr Schulden“. Dies hätte zur Folge, dass der Haushalt 2026 nicht genehmigt werden würde, freiwillige Ausgaben an Vereine seien dann nicht mehr möglich.
Nun sind die Ratsparteien im Zuge, den Haushaltsentwurf in den kommenden Wochen zu diskutieren. Am 24. März soll das Zahlenwerk verabschiedet werden. (jtü)
