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Fußball-MittelrheinligaMit Mut ins Derby

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Das Foto zeigt Patrick Friesdorf-Weber, der seine Freude über das Siegtor im Hinspiel herausschreit.

Im Hinspiel schrie Patrick Friesdorf-Weber (vorne) die Freude über sein Siegtor heraus.

Die beide Mittelrheinligisten des Kreises sind vor dem Frechener Stadtduell ziemlich angespannt.

Das Frechener Stadtderby an der Pfeilstraße weckt natürlich das Interesse der Fußballfans in der Mittelrheinliga am Sonntag ganz besonders (16 Uhr). Die Ausgangslage ist für die beiden besten Kreisteams gleich, sie können befreit aufspielen, denn die Auf- und Abstiegsränge sind in weiter Ferne.

Der gastgebende TuS BW Königsdorf hat 13 Zähler Abstand auf die Abstiegsränge und die SpVg Frechen 20 zehn Punkte auf den Spitzenreiter. Der Rückrundenstart lief für die Königsdorfer Hausherren mit zwei Niederlagen denkbar schlecht, auch wenn die Leistungen weitgehend stimmten. Die Gäste verbuchten erst einen Punktgewinn in Siegburg, worauf das jüngste Waterloo im Heimspiel gegen Bornheim folgte (1:4).

Drei Sperren verschlimmern die anspannte Personallage

Neben der Niederlage schmerzen ganz besonders die drei Gelb-Roten Karten für Andrii Tykhonov, Miran Agirbas und Hamza Hachimi, die zu Sperren im Derby führen. Für die eh arg personell gebeutelten Zwanziger ein Alptraum, denn von den Verletzten kehrt noch keiner zurück. Einzig bei Kota Ishihara, der erkrankt war, besteht leichte Hoffnung auf seine Rückkehr.

So verwundert es auch nicht, das Frechens Coach Okan-Tamer Özbay hofft, dass sich niemand verletzt oder krank wird, um zumindest elf Spieler auf den Platz zubringen. Die Videoanalyse vom Spiel gegen Bornheim hat nachgewiesen, das der Führungstreffer keinesfalls aus einer Abseitsstellung erzielt wurde. Zudem waren die Platzverweise kritisch. So kam man in Frechen zum Schluss, dass nicht die beiden Mannschaften die Partie entschieden haben.

Unsere Aufgabe als Trainer ist es, die Mannschaft so vorzubereiten, dass sie mit Mut und mit Überzeugung ins Derby gehen kann
Takahito Ohno, Tainer TuS BW Königsdorf

Für die Gastgeber ist das Stadtderby eines der wichtigsten Spiele der Saison, wie TuS-Übungsleiter Takahito Ohno hervorhebt: „Deshalb bereiten wir uns so vor, dass das Derby für uns auch ein möglicher Wendepunkt sein kann.“ Natürlich hat er sich den Start in die Rückrunde anders vorgestellt: „Wenn man aber die Erwartungen vor der Saison betrachtet, ist unsere aktuelle Situation nichts völlig Überraschendes. Außerdem haben wir zuletzt gegen Merten ein sehr gutes Spiel gemacht.“

Die Ursachen für die beiden Auftaktniederlagen liegen auf der Hand, vor allem gingen die Punkte durch große individuelle Fehler verloren. Darauf muss nun der Fokus liegen, auch wenn solche Fehler für Ohno einfach zum Fußball dazu gehören: „Es ist ein Spiel, in dem Fehler passieren. Die Verantwortung dafür liegt am Ende bei mir als Trainer. Deshalb möchte ich, dass meine Spieler weiterhin mutig bleiben und Dinge auf dem Platz ausprobieren. Unsere Aufgabe als Trainerteam ist es, die Mannschaft so vorzubereiten, dass sie mit diesem Mut und mit Überzeugung ins Derby gehen kann.“

Aus Niederlagen lernt man mehr als aus Siegen

Für Ohno ist es wichtig, aus den beiden Niederlagen zu lernen und die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen: „Wenn wir diese Niederlagen als wichtige Lehre nutzen, dann können wir uns verbessern. Im Derby wollen wir deshalb alles auf dem Platz lassen und gemeinsam mit unseren Fans am Ende hoffentlich wieder etwas zu feiern haben.“