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Fußball-Landesliga: Gleschs Marc Diamante bietet Rücktritt an

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Dasd Foto zeigt einen Fußballer im scharzen Trikot, der den Ball an seinem Glescher Gegenspieler vorbei spitzelt.

Fliestedens Noah Ahmed Wölfle (in Schwarz) verlädt seinen Glescher Gegenspieler mit einer Finte.

BCV-Trainer ist nach Niederlage im Derby beim SC Fliesteden frustriert – FC Hürth bleibt oben

Bei den abstiegsbedrohten Glesch-Paffendorfern hat Trainer Marc Diamante in der Staffel 2 seinen Rücktritt der Vereinsführung des ehemaligen Verbandsligisten angeboten, nachdem seine Mannschaft durch die Niederlage im Stadtderby beim SC Fliesteden auf den letzten regulären Platz zurückfiel.

Der FC Hürth marschiert auch am zweiten Landesliga-Wochenende des Kalenderjahres in Siebenmeilenstiefeln in Richtung Verbandsliga, weil das Team um FCH-Trainer Nico Beck nicht nur einen weiteren torreichen Erfolg erzielte – zudem patzte erneut die nachfolgende Konkurrenz. Ebenso baute GW Brauweiler seine Führung in der Staffel 1 aus, allerdings hatte der erste Verfolger, der FSV Neunkirchen-Seelscheid, spielfrei und kann dementsprechend im weiteren Saisonverlauf noch verkürzen.

SV Kurdistan Düren – FC Hürth 1:4 (0:3). Das deutliche Ergebnis des Primus verspricht auf den ersten Blick einen Gaumenschmaus, doch Hürths Coach Beck wusste nach Spielende leicht ernüchternd aus erster Hand zu berichten: „Spielerisch war es auf dem Untergrund in Düren sehr schwer, ein schönes Spiel aufzuziehen. Wir haben uns den Gegebenheiten angepasst, diszipliniert unseren Matchplan umgesetzt und uns früh belohnt.“

Dreierpack von Patrick Hill

Bereits nach sechs Minuten traf Manuel Kabambi für den FCH nach Vorlage von Dario Bezerra-Ehret zur 1:0-Führung, ehe nach einer knappen halben Stunde die Zeit des Teamkollegen Patrick Hill schlug. Der Abwehrspieler erzielte zunächst per Kopfball sein erstes Saisontor (28.) und machte wenig später gleich sein zweites zum 3:0 (33.). Da aller guten Dinge drei sind erzielte Hill in der zweiten Spielhälfte gleich noch das 4:0 (51.) und wurde darauf von seinem Übungsleiter vorzeitig in die Dusche geschickt, um seinen erfolgreichen Tag zu zelebrieren. In der 62. Minute kamen die Dürener zu ihrem Ehrentreffer.

SC Fliesteden – BCV Glesch-Paffendorf 3:0 (2:0). „Das war ein hochverdienter Heimsieg. Wir hatten in der ersten Hälfte schon fünf bis sechs klare Tormöglichkeiten, während sich der Gegner nur auf das Verteidigen konzentriert hatte“, bilanzierte SCF-Coach Helge Hohl zu seinem Trainer-Debüt mit seinem Team vor heimischen Publikum.

Allen voran SCF-Spieler Bilal Chanaa arbeitete fleißig an seinen Scorerpunkten, indem er zunächst das erste Tor des Tages erzielte (22.) und das 2:0 von Marcus Wilsdorf (42.) vorbereitete. In der zweiten Hälfte kam der BCV mit ein paar Torraumszenen auf, so dass Fliestedens Neuzugang im Tor, Alex Taach, seinen Transfer und die Übernahme des SCF-Kastens rechtfertigte. Ein Tor sollte letztendlich nur Fliestedens Chanaa zum Endstand (63.) zustehen.

Diamante genervt

Und das zur großen Frustrierung von BCV-Trainer Marc Diamante, der zur Niederlage und seinem Rücktrittsangebot ungewöhnlich ruhig ausführte: „Am Ende des Tages war die Niederlage verdient, weil wir qualitativ meilenweit weg vom Gegner waren und nicht die Einstellung auf dem Platz gebracht haben, um gegen einen guten Gegner zu punkten. So kann es einfach nicht mehr weitergehen. Entweder trete ich ab, oder es ändert sich etwas radikal an der Herangehensweise im Verein. Es muss eigentlich ein Impuls her, der über einen Trainerwechsel hinausgeht. Es ist fünf nach zwölf.“

SpVg Flittard – GW Brauweiler 0:2 (0:2). Mit einem Doppelschlag innerhalb von fünf Minuten entschieden die Abteistädter ihre Partie in der Staffel 1 frühzeitig. Die Tore besorgten Jason Pochert (28.) und Amadeo Freericks (32.) für die Grün-Weißen.

GW-Trainer Tuna Bilgin bilanzierte: „Nach einer schwierigen Anfangsphase kamen wir gegen einen mutigen Gegner immer besser ins Spiel. Wir hatten ausreichend Tormöglichkeiten, um zu erhöhen und keine Torchancen für den Gegner zugelassen. So können wir mit unserer Leistung trotz der holprigen Anfangsphase zufrieden sein.“