Abo

Rhein-Erft:HBC gewinnt das Derby gegen die TS Frechen

3 min
Das Bild zeigt einen Hürther Basketballer im gelben Trikot, der von zwei Frechenern in Grün bedrängt wird.

Nur zwischenzeitlich in Schieflage bringt die TS Frechen den Hürther BC (in Gelb).

Hürther Basketballer fahren einen Erfolg ein – Die Damen verlieren erwartungsgemäß.

Die Herren des Hürther BC sind im Derby der Basketball-Oberliga gegen die TS Frechen erfolgreich, der TuS Königsdorf muss eine Niederlage einstecken. In der 2. Bundesliga Nord unterliegen die HBC-Damen erneut.

Hürther BC – TS Frechen 79:69 (41:37). „Derbys haben ihre eigenen Gesetze“, sagt das alte Sprichwort und zeigte bedingt Anwendung. Der HBC war sich in der Oberliga klarer Favorit und zeigte, wer der Herr im Hause war. Nach sieben Minuten stand es 21:9 für die Gastgeber, die mit Dreipunkttreffern und einer guten Ausbeute von der Freiwurflinie Erfolg hatten.

Auch wenn beide Teams auf mehrere Scharfschützen verzichten mussten, war es dennoch eine flotte Begegnung zu Beginn, als Frechen in den letzten Aktionen einen 8:0-Lauf hinlegte und den Rückstand fast ausglich. „Die Schwächung alleine durch den Ausfall von Valon Krasniqi, unseren Topscorer, war der Mannschaft anzumerken, aber wir haben es ordentlich kompensiert und unsere Bankspieler haben überzeugt, auch wenn wir den Start ziemlich verpennt haben“, kommentierte HBC-Coach Maxim Pack die erste Hälfte.

Die TS kommt auf

Als Frechen besser in Schwung kam und das zweite Viertel mit 20:19 gewann, keimte Hoffnung auf, denn plötzlich war man auf Augenhöhe. „Wir haben in der 18. Minute ausgeglichen und sahen uns auf dem besten Weg, dem HBC ebenbürtig entgegen zu treten“, kommentierte TS-Coach Murat Tülek.

Nach der Pause änderte sich das Bild und ein Hürther 15:4-Run, bei dem sich Routinier Jens Björn Talke (15), sowie Jasper Leschinsky (15) und Frank Robin Buchmüller (13) hervortaten, sorgte für recht klare Verhältnisse.

Frechener Aussetzer

„Wir hatten kurzzeitig einfach einen Blackout und uns gelangen im dritten Spielabschnitt nur acht Punkte, die zu wenig waren, um weiter im Spiel zu bleiben“, erklärte Tülek den Niedergang. Die beste Offensivleistung gelang Frechen dann noch im letzten Viertel, als man mit Hilfe von Florian Alexander Wittkamp (24), Leon Adeniyi (18) und Fabian Mundt (11) zwar 24 Punkte erzielte, aber Schlimmeres nicht verhindern konnte. Der HBC zeigte keine Glanzleistung und ist nach der Niederlage von Spitzenreiter Leverkusen nur zwei Siege entfernt von der Tabellenführung.

TuS Königsdorf – DJK Südwest Köln II 79:87 n.V. (38:31/69:69). In der Partie des Tabellendritten gegen den Vorletzten aus Köln behielten die Frechener die Punkte zu Hause. Das Team von TuS-Coach Pete Jarchow legte gut los und wies dem Underdog gleich die Schranken auf. Nach zehn Minuten führte man 20:11 und schien auf dem sicheren Weg. Die Kölner bissen sich aber in die Partie und schlugen mit ihren Haudegen zu.

Alles wieder auf Null

Man verkürzte den Rückstand bis zur Pause und kam so zurück in die Partie, obwohl der TuS mit Liam Lange (16), Franz Bernhard (13) und Marc Müller (13) erfolgreich war. Auf der Zielgeraden war das Ertönen der Schlusssirene schon fast in den Ohren und Königsdorf Führung, bis die Kölner mit zwei Freiwürfen die Partie auf Null stellten und eine Verlängerung nötig machten. Das letzte Viertel war dann eine permanent unterbrochen, denn mit 25 Freiwürfen für beide Teams zerbröselte das Schiedsrichter-Team den Spielfluss.

„Schlechte Wurfentscheidungen und merkwürdige Schiedsrichterleistungen brachten uns dummerweise dann noch in die Verlängerung und dann war dort alles, aber wirklich alles gegen uns“, bilanzierte Jarchow und fügte an: „Das war eine schlechte Vorstellung von uns und ich denke, es wird schwer sein, aus diesem Loch wieder herauszukommen.“ Für Königsdorf gilt aber auch, dass der Rückstand von zwei Siegen auf die Tabellenspitze weiter Bestand hat.

BG 74 Veilchen Ladies Göttingen – Hürther BC 73:39 (34:18). Beim ungeschlagenen Tabellenführer war für die HBC-Damen am gestrigen Abend nichts zu holen. Nur Greta Mengelkamp (15) und Zoe Braun (10) konnten sich profilieren.