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Eurovision Song ContestBürgermeister Breuer aus Hürth: „Sarah Engels ist ein Kind unserer Stadt“

3 min
Das Bild zeigt Sarah Engels auf der Bühne in Berlin.

Sarah Engels aus Hürth gewann den Vorentscheid in Berlin. Am 16. Mai vertritt sie Deutschland beim ESC in Wien. 

Sarah Engels verdrängt mit dem Lied „Fire“ die Konkurrenz und kann sich beim ESC-Vorentscheid gegen acht andere Kandidaten durchsetzen.

„Sie ist ein Kind unserer Stadt“, freute sich am Sonntagmorgen auch Bürgermeister Dirk Breuer über den erfolgreichen Auftritt von Sarah Engels. Beim Vorentscheid für den Eurovision Song Contest (ESC) am Samstagabend in Berlin-Adlershof hat sich die deutsche Sängerin aus Hürth gegen acht weitere Kandidaten behauptet. Am 16. Mai wird sie mit ihrem Popsong „Fire“ Deutschland beim ESC in Wien vertreten. „Das ist großartig“, merkte Breuer an. Er freue sich mit ihr. Selber hat Breuer die Sängerin schon bei ihrem Besuch im Rathaus in Hürth kennengelernt.

„Sie ist eine besondere Persönlichkeit“, sagte der Bürgermeister am Sonntagmorgen in einem Telefonat mit dieser Zeitung. Er bewundere das Durchhaltevermögen dieser Frau und ihren Erfolg. „Und es ist wirklich beeindruckend, dass sie mit ihren Liedern so viele Menschen erreicht“, so Breuer. Tatsächlich ist Sarah Engels sogar nur wenige Schritte vom Rathaus entfernt aufgewachsen.

Als Kind davon geträumt, einmal Sängerin zu werden

Vom Balkon der Wohnung, in der sie damals mit ihren Eltern und ihrem jüngeren Bruder lebte, konnte man das Rathaus sogar sehen. Und dort in ihrem Kinderzimmer hatte Sarah schon als Kind davon geträumt, einmal Sängerin zu werden. Sie war gerade 18 Jahre jung, als die Hürtherin es bei der Casting-Show „Deutschland sucht den Superstar“ 2011 bis ins Finale schaffte.

Zwar hatte es am Ende nicht für den Titel gereicht, den gewann ihre erste große Liebe Pietro Lombardi, Sarah Engels wurde damals als „Vize-Superstar“ gefeiert. Wie schwer es jedoch ist und wie viel Kraft es kostet sich trotz Talent, Ehrgeiz und unermüdlichen Fleiß in der Branche zu behaupten, lehrte sie das Leben erst in den dann folgenden Jahren.

Lied gibt Antworten auf eigene Erfahrungen

„Fire“ ist auch ein bisschen eine Antwort auf ihre eigenen Erfahrungen – ihre Geschichte. „In dem Lied geht es darum, sich aus einer toxischen Situation zu befreien“, erklärte sie. Sie sei immer wieder aufgestanden. „Das ist quasi ein Gefühl, das ich wirklich jedem Menschen da draußen geben will“, sagte sie dem Publikum in einem Vorspann, der vor ihrem Liveauftritt eingeblendet wurde.

Mit dem Lied wolle sie ein Zeichen setzen für Zusammenhalt sowie Selbstbestimmung und ausdrücken, dass es sich lohnt, trotz möglicher Zweifel und Rückschläge an sich selber und an seine Träume zu glauben. „Ich will das innere Feuer in euch wecken“, betonte sie. Und: „Ich singe für alle, die gerade ihren eigenen Funken suchen.“

Ihr Auftritt hätte energiegeladener und überzeugender nicht sein können. In einem wie Flammen gestalteten roten Kleid umgeben von einem feurig flammenden Bühnenbild sang sich die inzwischen 33-Jährige in die Herzen der Nation.