Liv Döding habe eine inhaltlich außergewöhnliche Leistung gezeigt und verdientermaßen den ersten Platz belegt, schildert ein Mitschüler.
Jugend debattiertLiv Döding tritt beim Landesfinale fürs Abtei-Gymnasium Brauweiler an

Liv Döding (9b) hat den ersten Platz beim Regionalwettbewerb im Königin-Luise-Gymnasium gewonnen. Am 25. März tritt sie nun beim Landeswettbewerb in Bochum an. Oberstufenschüler Jakob Bünnagel ist als möglicher Nachrücker dabei.
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Die Erfolgsgeschichte geht weiter: Liv Döding, Schülerin der Sekundarstufe I (Klasse 9b) am Abtei-Gymnasium Brauweiler (AGB), hat den Regionalwettbewerb „Jugend debattiert“ gewonnen. Sie vertritt ihre Schule am 25. März bei der Landesqualifikation in der Uni Bochum. Jakob Bünnagel, Schulsieger für die Oberstufe, „hat einen sehr starken dritten Platz“ belegt, schildert Maximilian Reinbothe.
Pulheim: Starke Konkurrenz
Der 17-Jährige stand 2024 im Bundesfinale und hat das Schulfinale im AGB Anfang des Monats erstmals als Juror begleitet. In einer Mitteilung an die Redaktion schildert er, wie er die Auftritte seiner Mitschülerinnen und Mitschüler erlebt hat. Neben Liv Döding vertrat Marie Laurent, die zweite Gewinnerin der Sekundarstufe I, das AGB in der Qualifikationsrunde im Königin-Luise-Gymnasium in Köln, für die Oberstufe war der zweite Schulsieger Johannes Munk dabei.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer hätten ein hohes Maß an Sachkenntnis, Gesprächsfähigkeit, Überzeugungskraft und Ausdrucksvermögen ausgezeichnet und seien vielfach für ihre Leistungen gelobt worden, so Maximilian. „Trotz eines starken Konkurrenzfeldes konnten sich Liv für die Sekundarstufe I und Jakob für die Sekundarstufe II besonders hervorheben, wobei Johannes und Marie jeweils nur minimal mit einer leichten Punktabweichung einen sehr starken fünften Platz erreichten und damit leider nicht im Finale vertreten waren.“
Köln: Verdienter erster Platz
Im Finale selbst diskutierten die Teilnehmenden über die Frage, ob bei schriftlichen Prüfungen in der Oberstufe Anwendungen mit künstlicher Intelligenz als Hilfsmittel zugelassen werden sollten. „Liv, welche die Position Contra zwei bekleidete, stellte mehrfach die Frage nach dem Verlust notwendiger Kernkompetenzen in den Vordergrund und konnte sich durch eine sehr souveräne und inhaltlich außergewöhnliche Leistung auszeichnen und verdientermaßen den ersten Platz belegen“, freut sich Maximilian Reinbothe.
In der Frage über ein Verbot von Bezahlmodellen Kaufe-jetzt, zahle später bei Online-Käufen habe Jakob mehrfach das Verschleierungsrisiko sowie das Verschuldungs- und Überschuldungsrisiko, vor allem für jüngere Menschen, genannt. „Er zeichnete sich durch ein hohes Maß an Sachkenntnis und rhetorischer Fähigkeit aus und erreichte letztendlich einen sehr starken dritten Platz und bleibt der Landesqualifikation als möglicher Nachrücker erhalten.“
Auch Liv Döding und Jakob Bünnagel schildern ihre Eindrücke: „Ich habe schon mehrfach teilgenommen und merke trotzdem jedes Mal, dass ich mich weiterentwickeln kann.“ Es habe ihm sehr viel Spaß gemacht. „Zu Beginn war ich sehr aufgeregt, aber in der Debatte entwickelt sich das, und am Ende fühlt man sich deutlich sicherer.“
In der Mitteilung betont Maximilian Reinbothe, wie wichtig Debattenkultur in der heutigen Zeit ist. „Der Umgang mit Populismus und die zunehmende Ablehnung, sich mit anderen Perspektiven auseinanderzusetzen, bereiten vielen Sorge. Umso bedeutender sind Formate wie Jugend debattiert, die dieser Entwicklung aktiv entgegenwirken.“ Es gelte als größtes Demokratiebildungsprogramm für Jugendliche in Europa. „In Deutschland nehmen jährlich über 220.000 Schülerinnen und Schüler teil, in Nordrhein-Westfalen rund 75.000.“

