Nach einem Zusammenprall wurden Fliestedens Alex Taach und der Hürther Manuel Kabambi mit Kopfverletzungen in die Klinik gebracht.
Favoriten setzen sich durchPokalspiel in Fliesteden von schweren Verletzungen überschattet

Bei diesem Zusammenprall verletzten sich Feldspieler Manuel Kabambi (links, FC Hürth) und Torhüter Alex Taach schwer und konnten danach die Partie nicht weiter fortsetzen.
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In den ersten beiden Viertefinal-Duellen des Kreispokals unterbanden die Favoriten aus Hürth und Elsdorf Pokal-Überraschungen und zogen ins Halbfinale ein und qualifizierten sich zugleich für den Mittelrheinpokal 2026/27. Die unterlegenen SC Fliesteden und SC Glessen boten ihren Fans trotz allem einen tollen Fußball.
SC Fliesteden – FC Hürth 1:2 (0:0). Im Pokal-Duell der Landesligisten revanchierte sich der Primus beim Tabellenfünften für die bislang einzige Niederlage im Ligabetrieb. In den ersten 45. Minuten wussten die Hürther den Ball länger in den eigenen Reihen zu halten und drangen über einen klaren Spielaufbau öfter in den Gefahrenraum des Gegners ein, als es die Fliestedener taten. Einen Torerfolg brachte dieser Umstand jedoch beiden Teams bis zur Halbzeit nicht ein – trotz beidseitiger Möglichkeiten.
Mitte der ersten Hälfte ereignete sich eine unschöne Spielszene, als Hürths Manuel Kabambi einer Flanke nachjagte, die Fliestedens Schlussmann Alex Taach abfangen wollte. Beide Spieler krachten frontal mit den Köpfen aneinander, wobei Taach nach ersten Informationen eine leichte Gehirnerschütterung, einen geprellten Kieferknochen und am Kinn einen tiefen Schnitt davon trug, der genäht werden musste. Kabambi erlitt eine Kopfverletzung. Beide Spieler wurden ins Krankenhaus gebracht.
Fliesteden: Kenan Catic verkürzte für den SCF nach dem 0:2
Nach Wiederanpfiff der zweiten Hälfte bekamen die Zuschauer in Fliesteden mit dem ersten klaren Ansturm der Hürther das erste Tor zu sehen, das Hürths Felix Neuhäuser (47.) erzielte. 20 Minuten später legte Stefan Fiegen zum 2:0 nach, Kenan Catic verkürzte für seinen SCF im direkten Nachgang.
In den Schlussminuten gab das Heimteam sein letztes Hemd gegen die nur noch tief stehenden Gäste, für eine Verlängerung reichte das aber nicht mehr. FCH-Coach Nico Beck war zufrieden: „Insgesamt hat meine Mannschaft eine kämpferisch starke Leistung gezeigt und sich von vielen verletzungsbedingten Ausfällen nicht unterkriegen lassen. Zudem konnten auch einige Jungs, die die letzten Wochen nicht so viel gespielt haben, wieder wertvolle Minuten sammeln.“ SCF-Trainer Helge Hohl, der – krankheitsbedingt – seine Spieler nicht direkt von der Seitenlinie aus steuerte, sondern aus der Ferne das Geschehen beobachtete, bemängelte nach Spielende die Chancenverwertung.

Trainer Nico Beck zog mit Hürth ins Halbfinale ein.
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SC Glessen – SC Elsdorf 1:6 (1:1). Eine Spielhälfte lang träumte der gastgebende C-Ligist von der Fortsetzung seiner märchenhaften Pokalsaison, nach 90 Minuten hatte der Bezirksligist jedoch einen klaren Klassenunterschied aufgezeigt. In der 26. Minute ging der SC Elsdorf etwas glücklich in Führung, weil Mohamed Redjeb einen zunächst geglückten Abwehrversuch des gegnerischen Torhüters im zweiten Anlauf zu verwerten wusste. Aus einem Konter heraus gelang Glessens Felix Dauth kurz vor dem Gang in die Kabine der Ausgleichstreffer (42.).
Glessens Trainer trotz klarer Niederlage stolz auf sein Team
In den zweiten 45 Minuten zeigten die von Dustin Tesch trainierten Elsdorfer wenig Erbarmen mit dem klaren Underdog, als sie über Niklas Kühnapfel die erneute Führung (56.) erzielten und nachfolgend über Elias Römers (74.), Vincent Tönnies (87. und 89.) und Daniel Dogan nachlegten.
Großes Lob fand Tesch trotz des eindeutigen Ausgangs für den Gegner: „Auf dem Blatt sieht das Ergebnis natürlich gut aus, das Spiel war aber lange schwer für uns und offen. Glessen hat uns das Leben mit tollen Umschaltmomenten richtig schwer gemacht, bis ihnen hinten raus die Luft ausging und individuelle Fehler hinzukamen.“ Glessens Trainer Lennard Knauff gab zu Protokoll: „Ich bin sehr stolz auf meine Jungs. Mit dem, was sie heute wieder gezeigt und geleistet haben, haben sie viel Kampfgeist und Herz bewiesen. Am Ende hat Elsdorf seine Klasse ausgespielt und ist verdient eine Runde weiter.“
Am Mittwoch (15. April) spielt um 20 Uhr Titelverteidiger Hilal-Maroc Bergheim im Lukas-Podolski-Sportpark gegen den SV Weiden. Die Begegnung zwischen dem TSV Weiß und GW Brauweiler schließt tags darauf (20 Uhr, Aschenplatz Weiß) das Viertelfinale ab.
