Das Verkehrsunternehmen hofft, so die Zahl der Übergriffe deutlich zu reduzieren und Vorfälle besser aufzuklären.
Nach zwei AngriffenREVG reagiert auf Gewalt – Bodycams für Kontrolleure in Rhein-Erft

REVG-Kontrolleure wurden mit Bodycams ausgestattet. Das soll den Schutz vor aggressiven Fahrgästen erhöhen.
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Die Rhein-Erft Verkehrsgesellschaft (REVG) hat ihre Ticket-Kontrolleure in den Linienbussen mit Bodycams ausgestattet. Ziel sei es es, die Sicherheit der Mitarbeitenden zu erhöhen, die Zahl der Übergriffe deutlich zu reduzieren und Vorfälle künftig besser aufklären zu können. Dies teilte eine Sprecherin des Verkehrsunternehmens am Mittwoch (29. April) in Kerpen mit.
Der Einsatz der am Körper getragenen Kameras diene mehreren Zwecken: zum einen dem Eigenschutz der Fahrausweisprüferinnen und -prüfer, der Beweissicherung bei Angriffen beziehungsweise der nachträglichen Identifikation von Tatverdächtigen sowie der Wahrung des Hausrechts und der Durchsetzung zivilrechtlicher Ansprüche.
Kerpen: Busse sind zudem mit Kameras ausgestattet
REVG-Prokurist Ralf Brüning betont: „Der Schutz der Mitarbeitenden und die Sicherheit der Fahrgäste hat bei uns höchste Priorität. Daher haben wir uns nach zwei gravierenden Vorfällen zu dem Einsatz von Bodycams entschieden.“ Eine Überwachung von Fahrgästen mit den Bodycams sei nicht vorgesehen. Der Datenschutz werde gewährleistet.
Der Aufsichtsratsvorsitzende Gregor Golland (CDU) begrüßt, dass die Fahrkartenkontrolleure nun Bodycams zum Schutz und Beweissicherung bekommen haben. Leider sei dieser Einsatz von Technik heutzutage ebenso wie bei Polizei und Ordnungsämtern offenbar notwendig.
Bereits Mitte 2024 hatte die REVG darauf gedrängt, das Sicherheits- und Fahrausweisprüfpersonal mit Stichschutzwesten und Bodycams auszustatten. Die gravierenden Ereignisse, bei denen im April und Juni 2025 Kontrolleure schwer angegriffen worden sind, hätten den Einsatz der Kameras unumgänglich gemacht, teilte die Sprecherin weiter mit.
Alle REVG-Busse sind zusätzlich mit Überwachungskameras ausgestattet. Deren Aufzeichnungen können bei Anfragen der Polizei als Beweismittel ausgewertet werden.