Als Patientenfürsprecher sieht er sich als Mittler, Zuhörer und Unterstützer in schwierigen Situationen.
Neuer FürsprecherSo will Mark Halberkann Patienten im Wesselinger Krankenhaus unterstützen

Die kaufmännische Direktorin des Dreifaltigkeitskrankenhauses, Daniela Landsch, begrüßte den neuen Patientenfürsprecher Mark Halberkann.
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Wenn ein Krankenhausbesuch zur Belastungsprobe wird, dann ist es oft nicht nur die medizinische Behandlung, die in Erinnerung bleibt. Es sind auch die menschlichen Momente, etwa das Gefühl , gesehen und verstanden zu werden. Genau an dieser Schnittstelle setzt Mark Halberkann aus Brühl an. Er engagiert sich seit Januar als Patientenfürsprecher am Dreifaltigkeitskrankenhaus Wesseling.
Eine Nachfolgeregelung war erforderlich, weil seine Vorgängerin verstorben ist. Sie bleibe dem Krankenhaus in dankbarer Erinnerung, hieß es. Halberkann ist kein klassischer Gesundheitsprofi. „Hauptberuflich ist er als Storemanager im Einzelhandel in Bonn tätig, er bringt aber viel Erfahrung im Umgang mit Menschen, große Empathie und ein feines Gespür für sensible Situationen mit“, freut sich die kaufmännische Krankenhaus-Direktorin Daniela Landsch.
Klinikleitung schätzt die Tätigkeit des Ehrenamtlers
„Für uns ist sein Einsatz nicht nur eine verpflichtende Aufgabe, sondern neben dem Beschwerdemanagement im Krankenhaus eine zweite wichtige Säule, um Strukturen für eine gute Versorgung zur verbessern“, betont sie. Dabei agiert der Patientenfürsprecher als unabhängige und neutrale Ansprechperson. Er arbeitet ehrenamtlich und ist organisatorisch nicht in die Strukturen des Krankenhauses eingebunden. Er unterliegt auch keinen Weisungen der Krankenhausleitung. Anliegen, Beschwerden und Anregungen werden von ihm unabhängig geprüft und vertraulich behandelt.
„Bei meiner ehrenamtlichen Arbeit ist mir der Kontakt zu den Menschen besonders wichtig“, begründet der 40-Jährige seinen Einsatz. „Deshalb habe ich mich sofort beworben, als ich von der Suche nach einem neuen Patientenfürsprecher hörte.“
Inzwischen hat sich Halberkann auf den einzelnen Stationen in dem Krankenhaus mit 186 Betten vorgestellt und erste Gespräche geführt. Für ihn steht dabei im Fokus, konstruktiv bei Kritikpunkten zu vermitteln und den Menschen in herausfordernden Momenten unterstützend zur Seite zu stehen. „Es ist für die Patientinnen und Patienten und deren Angehörige hilfreich, dass sie in mir einen neutralen Ansprechpartner haben“, resümiert Halberkann nach seinen ersten Wochen.
„Denn manchmal haben Menschen das Gefühl, das kann ich jetzt vielleicht nicht der Schwester oder dem Arzt sagen, und andere wollen einfach mal nur etwas loswerden. Was dabei vertraulich im Gespräch ist, bleibt auch vertraulich“, stellt der Patientenfürsprecher klar. Hier sieht er sich nicht nur als ein Gesprächspartner für die Patienten, sondern auch als eine Brücke zwischen Menschen in oft belastenden Lebenssituationen und der professionellen Welt des Gesundheitswesens. Einmal im Quartal führt er auch Gespräche mit der Klinikleitung. Zu erreichen ist Patientenfürsprecher Mark Halberkann unter 02236/774220 oder per E-Mail.
Die Patientenfürsprecher in den anderen Kliniken des Rhein-Erft-Kreises
Patientenfürsprecherin im Brühler Marienhospital ist Monika Schulz. Sie ist per E-Mail unter mhb-schulz@web.de zu erreichen. Im Cellitinnen-Krankenhaus Maria-Hilf in Bergheim ist Patientenfürsprecherin Maria Müller über die Zentrale unter 02271/870 erreichbar. Im St.-Katharinen-Hospital in Frechen gibt es zwei Ansprechpartner: Brigitte Dmoch-Schweren und Peter Heinz Klütsch. Die beiden Patientenfürsprecher sind unter patientenfuersprecher@khs-frechen.de zu erreichen.
Im Sana-Krankenhaus in Hürth bietet Patientenfürsprecherin Monika Schröder an jedem ersten Mittwoch im Monat von 11 bis 12 Uhr eine Sprechstunde an. Sie gehört zum ehrenamtlichen Team der „Grünen Damen“, die unter dem Dach der katholischen Krankenhaus-Hilfe organisiert sind. Per E-Mail ist sie unter patientenfuersprecher-huerth@sana.de erreichbar. Im Marien-Hospital Erftstadt-Frauenthal war Erika Gäntgen bislang Patientenfürsprecherin, so Insolvenzverwalter André Dobiey. Seit der Wiedereröffnung nach der Flut habe es allerdings keine entsprechenden Anfragen mehr gegeben. Gäntgen habe angekündigt, das Amt im Zuge der Insolvenzeröffnung nicht weiter ausüben zu wollen. Man suche eine Nachfolgelösung. (red)

