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„Was?“Seniorin aus Rhein-Sieg fällt bei „Bares für Rares“-Expertise aus allen Wolken

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Renate Noll (v.l.) aus Neunkirchen-Seelscheid mit Horst Lichter und Heide Rezepa-Zabel bei „Bares für Rares“.

Renate Noll (v.l.) aus Neunkirchen-Seelscheid mit Horst Lichter und Heide Rezepa-Zabel bei „Bares für Rares“.

Das Schmuckstück hatte die Mutter, ehemals Juwelierin, selbst entworfen. Über den Wert war sich die 82-Jährige aber nicht im Klaren.

Renate Noll aus Neunkirchen-Seelscheid im Rhein-Sieg-Kreis ist am Dienstag (17. Februar) mit einem ganz besonderen Schmuckstück in die ZDF-Sendung „Bares für Rares“ gekommen. Die 82-Jährige hatte ein Schmuckteil im Gepäck, das ihre Mutter selbst entworfen hatte. Wie viel das gute Stück eigentlich wert ist, darüber war sich die Seniorin allerdings nicht wirklich im Klaren. Bei der Expertise wurde sie sichtlich überrascht.

„Das sieht aus wie ein Komet“, fand Moderator Horst Lichter beim ersten Blick auf das Schmuckstück. Ein Eindruck, dem Expertin Heide Rezepa-Zabel nur beipflichten konnte.

„Bares für Rares“: Schmuck der Mutter sorgt für Begeisterung

Die Mutter sei ehemals Juwelierin gewesen und hatte die Brosche in den 1960er-Jahren für sich selbst entworfen, berichtete Noll im Gespräch mit Lichter. Der zeigte sich begeistert: „Ach wie toll!“ Rezepa-Zabel ihrerseits zollte ihren Respekt vor der Arbeit der Mutter. „Zauberhaft gearbeitet“, so das Urteil der Expertin.

Trotz industriell gefertigter Elemente sei die Arbeit ein Beispiel für die Präzision, die in der damaligen Zeit gewünscht gewesen sei, nahm Heide Rezepa-Zabel ihre Expertise für „Bares für Rares“ auf. Bei den Billianten handele es sich um Diamanten aus unterschiedlichen Kontexten, zum einen moderne Billiant-Schliffe, zum anderen Altschliffe.

Die Brosche machte bei der Expertise von „Bares für Rares“ ordentlich Eindruck.

Die Brosche machte bei der Expertise von „Bares für Rares“ ordentlich Eindruck.

Die Steine bewegten sich in Größenordnungen zwischen 5 Punkt bis 0,3 Karat. In der Mitte der Brosche befinde sich ein Altschliff-Diamant mit 0,6 Karat. Insgesamt ergibt sich laut Expertise ein Wert von 2,4 Karat.

„Bares für Rares“-Expertise übertrifft Wunschpreis deutlich

Beim Wunschpreis tat sich Renate Noll schwer. „Vielleicht 500, 600 Euro?“, brachte die Seniorin zögerlich vor. Eine Einschätzung, der Expertin Heide Rezepa-Zabel überhaupt nicht zustimmen konnte. Allein der Goldwert bewege sich bereits bei 500 Euro. Eine Schätzung, die Noll kaum glauben konnte. „Was?“, fiel die 82-Jährige aus allen Wolken.

Die Expertise von Bares für Rares lag schließlich bei einem Preis zwischen 1000 und 1200 Euro. „Oh, da bin ich aber überrascht! Irre.“, entfuhr es der Frau aus Neunkirchen-Seelscheid, die ihr Glück kaum fassen konnte.

Die Rentnerin war von der „Bares für Rares“-Expertise so überrascht, dass Horst Lichter sie nahm.

Die Rentnerin war von der „Bares für Rares“-Expertise so überrascht, dass Horst Lichter sie nahm.

Die Erwartungen nach der Expertise waren groß. „Ich bin ziemlich aufgeregt. Und hoffe natürlich auch, dass die Händler sich freuen“, gestand Renate Noll vor dem Gang in den Händlerraum von „Bares für Rares“.

„Bares für Rares“-Händlerin spricht von einem „Feuerwerk“

Große Sorgen musste sich die Rentnerin aber nicht machen. „Ich sehe schon, sie haben uns ein Feuerwerk mitgebracht“, sagte Händlerin Elisabeth Nüdling, als sie das Schmuckstück in Empfang nahm. Und auch der Umstand, dass es sich um eine Arbeit der Mutter, also um ein Einzelstück, handelte, stieß in der Runde auf breite Anerkennung.

Julian Schmitz-Avila eröffnete die Verhandlung mit einem Gebot über 600 Euro und lag damit bereits über dem ursprünglichen Wunschpreis der Frau aus Neunkirchen-Seelscheid. Gebote kamen auch von David Suppes sowie von Elisabeth Nüdling.

Für 900 Euro ging die Brosche dann schließlich an Händlerin Elisabeth Nüdling. Da sie die Steine so besonders schön fand, hatte sie sich vorher das Einverständnis der Verkäuferin eingeholt, das Schmuckstück umbauen zu dürfen. „Ich fühle mich richtig erleichtert. Mir wackelten richtig die Knie vor Aufregung“, gestand Renate Noll nach der Sendung.