Einzig Bürgermeister Rainer Viehof stimmte für den Kauf der ehemaligen Arzneimittel-Fabrik.
Votum der PolitikEitorf soll Krewel-Kauf endgültig zu den Akten legen

Jetzt steht es fest: Die Gemeinde wird das Areal von Krewel-Meuselbach nicht kaufen. (Archivfoto).
Copyright: Klaus Heuschötter
Der Ankauf des Krewel-Areals in Eitorf mit den leerstehenden Gebäuden des früheren Arzneimittel-Fabrikanten durch die Gemeinde kann wohl endgültig zu den Akten gelegt werden. Der Hauptausschuss empfahl dies fast einstimmig dem Gemeinderat nach einem gemeinsamen Antrag von CDU, FDP und den Bündnisgrünen. Nur Bürgermeister Rainer Viehof (parteilos) stimmte gegen die Empfehlung, die auch von der SPD mitgetragen wurde.
Angesichts solcher Mehrheit dürfte es sicher sein, dass der Gemeinderat in seiner Sitzung am 27. April zustimmt. Zusätzlich zur Einstellung aller Aktivitäten zum Krewel-Kauf darf die Verwaltung auch keine weiteren Personal- und Sachressourcen mehr für die Pläne einsetzen. Das Krewel-Areal soll unabhängig davon weiter Bestand des laufenden Talachse-Prozesses bleiben.
Gemeinde hatte bereits 3,5 Millionen Euro für 22.000 Quadratmeter Land investiert
Der Hauptausschuss traf außerdem eine Entscheidung zur Schulpolitik. So soll der Rat seinen Beschluss von 2021 aufheben, einen Neubau des Rathauses zu planen und auch seinen Beschluss von 2024, eine sechszügige Grundschule samt Grundschule im oberen Teil des Krewel-Grundstücks zu bauen.
Die Gemeinde hatte bereits 22.000 Quadratmeter für 3,5 Millionen Euro erworben, wie Viehof bestätigte. Dort sollte auch die Löschgruppe West der Feuerwehr angesiedelt werden. Laut Viehof gibt es dafür auch Handlungsbedarf: „Wenn wir dafür die Veränderungssperre aufheben, geben wir das Heft aus der Hand.“
Nach den Feststellungen des Gutachtens, dass die Krewel-Gebäude nicht für eine Grundschule geeignet wären, will der Hauptausschuss vielmehr die Verwaltung beauftragt sehen, die bestehenden Schulstandorte auf Sanierungs-, Erweiterungs- und Umnutzungspotentiale zu prüfen. Sie soll für jeden Standort Kosten-, Zeit- und Risikoabschätzungen vorlegen.
Erste Priorität soll dabei die Sekundarschule erhalten, bei der auch Bundesfördermittel überprüft werden sollen. Danach soll es um den Grundschulstandort Harmonie gehen, dann um den Standort Brückenstraße und anschließend den Standort Alzenbach. Wie berichtet, hatte auch die SPD-Fraktion bereits solche Sanierungsvorschläge gemacht.


