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Ausgleich in UnterzahlHangelar entführt einen Punkt aus Leuscheid

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Slobodan Kresovic

Trainer Slobodan Kresovic vom SV Leuscheid muss sich im Nachholspiel gegen Hangelar mit einem Remis begnügen. 

Drei Spiele, sieben Punkte, 13:9-Tore: Der Fußball-Bezirksligist VfR Hangelar steht in der Rückrunde für Spektakel. Beim 3:3 in Leuscheid glänzte der Keeper.

Auch nach 90 Minuten sollte es keinen Sieger geben. Nachdem das Fußball-Bezirksliga-Duell zwischen dem SV Leuscheid und VfR Hangelar am 16. November 2025 wegen dichten Nebels bereits nach einer halben Stunde beim Stand von 1:1 abgebrochen worden war, teilten sich die Teams im Nachholspiel am Dienstagabend die Punkte.

Nach dem 3:3 (1:2) sprachen beide Trainer von einem gerechten Resultat. Zumindest der Leuscheider Trainer Slobodan Kresovic trauerte hinterher trotzdem einem Sieg nach: „Ganz einfach, weil wir schon ein dickes Chancenplus verbucht haben.“ Alleine Lukas Brozeit sei dreimal alleine vor dem gegnerischen Keeper aufgetaucht, doch Titus Christian Leonhard Tenschert bescheinigte der Coach einen „echten Sahnetag. Man muss aber auch einräumen, dass sich Hangelar den Punkt in Unterzahl redlich verdient und erkämpft hat.“

Nach der Leuscheider Führung durch Jan Sander Geue (13.) traf Luis Fuchs nur zwei Minuten später zum vermeintlichen 2:0, doch der Referee entschied auf Abseits. Auf der Gegenseite wandelten Robin Gráe (26.) und Clemens Heinen (33.) das 0:1 in eine Pausenführung um.

Die Gelb-Rote Karte für Hangelar war zu hart. Da hätte man mehr Fingerspitzengefühl zeigen müssen
Slobodan Kresovic, Trainer des SV Leuscheid

Die anschließende Gelb-Rote Karte für Gästeakteur Tim Mais (57.) bezeichnete selbst Kresovic als „zu hart. Da hätte man aus meiner Sicht mehr Fingerspitzengefühl zeigen müssen.“ Alexander Stanik nutzte die Überzahl zum Ausgleich (68.), ehe auch das vermeintliche Kopfballtor von Max Engelberth wegen Abseits wieder „einkassiert“ wurde (70.). Trotzdem ging Leuscheid nur drei Minuten später dank eines wuchtigen Distanzschusses von Brozeit erneut in Führung (73.). Doch das letzte Wort an diesem Abend hatte der Gegner – 3:3 (77., Yanic Mauer).

Damit bleibt der VfR Hangelar in diesem Jahr ungeschlagen – und das, obwohl man auch in den vorherigen zwei Partien beim SC Uckerath (5:3) und gegen den MSV Bonn (5:3) jeweils drei Gegentore kassiert hatte. Doch auf die Offensive ist seit dem Jahreswechsel offensichtlich Verlass. Der Leuscheider Coach lobte derweil trotz dreier Gegentreffer seine blutjunge Dreierabwehrkette um Stanik (20), Felix Engels (19) und Benedict Thiel (19). „Sie haben einen richtig tollen Job gemacht und waren schuldlos an den Gegentoren.“


SVL: Kolb, Engels, Geue, Fuchs, Brozeit, Engelberth, Borgardt, Scheibner, Stanik, Thiel, Ebert.

VfR: Tenschert, Mauer, C. Heinen, Wallrafen, Hefele (90./+1 Eitz), Mais, Chokthonelidze (86. Radzey), Bär, Meyer, Graé (90./+3 Esch), Momand.