Doppeltorschütze Kai Schusters und Youngster Boran Yörük bescheren dem Fußball-Mittelrheinligisten drei Big Points. Siegburg klettert auf Platz zwei.
Aus 0:1 mach 3:1Hennef distanziert die SF Düren auf neun Punkte

Kai Schusters (am Ball) vom FC Hennef 05 steuert zwei Tore und einen Assists zum 3:1-Erfolg über die SF Düren bei.
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FC Hennef 05 – SF Düren 3:1 (1:1). Boran Yörük ist zurück. Und wie: Nachdem sich der Youngster des FC Hennef 05 bei seinem Senioren-Debüt am 19. Oktober (0:3 gegen Merten) eine schwere Knieverletzung zugezogen hatte, durfte er am Samstagnachmittag auch bei seinem Comeback wieder von Beginn an ran – und zahlte das Vertrauen von Cheftrainer Nils Teixeira zurück: Der U-19-Spieler trug als Innenverteidiger maßgeblich zum 3:1-Erfolg über die SF Düren bei – und krönte seine Vorstellung mit dem zwischenzeitlichen Ausgleich (45./+1).
„Das war ein Tor des Willens“, kommentierte Frank Fußhöller den Kopfballtreffer im Anschluss an einen Freistoß von Kai Schusters. Nicht bloß wegen des wichtigen Tores sprach der Sportchef von einer „bemerkenswerten Leistung. Boran ist vorangegangen, auch verbal. Wenn ein 19-Jähriger in seinem zweiten Senioren-Spiel unserem Kapitän (Ansgar Pflüger, Anm .d. Red.) lautstarke Anweisungen gibt, spricht das für ein gesundes Selbstvertrauen.“

Voller Einsatz für den FC Hennef 05: Oshomah Ichue (vorne)
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Auch Doppeltorschütze Kai Schusters erhielt hinterher ein Sonderlob. Erst war der Flügelangreifer nach feiner Vorarbeit von Akeem Bouakran (Fußhöller: „Er hat als Joker mächtig Schwung reingebracht“) zur Stelle (60.), dann musste er den Ball nach einem Pass des ebenfalls kurz zuvor erst eingewechselten Saim Delkic nur noch über die Torlinie „drücken“ (75.).
Dank des zweiten Heimerfolgs in diesem Jahr distanzierte Hennef die SF Düren auf neun Punkte – jenen Rivalen, der auf dem ersten Abstiegsplatz steht. „Wir wollten eine sorgenfreie Spielzeit erleben – und mit diesem Sieg sind wir unserem Ziel einen Riesenschritt näher gekommen“, betonte Fußhöller. Den Saisonendspurt bestreitet man derweil ohne Burak Mus; der Vizekapitän wurde aus vereinsinternen Gründen freigestellt.
Hagen Blohm schießt SF Düren in Führung
In einer ausgeglichenen ersten Halbzeit hatte Hagen Blohm für die Dürener Führung gesorgt (25.). Das 0:1 sollte sich aus Hennefer Sicht als Wirkungstreffer erweisen, doch kurz vor der Pause brachte Yörük die 05er wieder in die Spur. Nach dem Wechsel legte die Heimelf aber spürbar eine Schippe drauf, sodass selbst Gästetrainer Marcel Demircan hinterher einräumte: „Das Gegentor vor der Pause hat uns das Genick gebrochen. In der zweiten Halbzeit waren wir schlichtweg chancenlos.“
FCH: Hellwig – Kubek (53. Bouakran), Bance, Yörük, Pflüger – Kunzika (46. Köhl) – Schusters (79. Mowitz), Mahessa, Rosic, Ernst (73. Dang) – Ichue (73. Delkic).
SSV Bornheim – Siegburger SV 04 1:3 (0:2). Es bleibt dabei: Der SSV 04 ist in dieser Saison auswärts eine Klasse für sich. In Bornheim feierte die Elf von Trainer Alexander Otto bereits den zehnten Sieg in der Fremde – und nutzte damit die Steilvorlage der Konkurrenz. Denn während die 04er die schwierige Auswärtshürde meisterten, kamen sowohl der VfL Vichttal (2:2 gegen Merten) als auch der Tabellenführer Bergisch Gladbach (2:2 beim 1. FC Düren) nicht über ein Remis hinaus. Letzterer Rivale wäre beinahe sogar leer ausgegangen, denn beide Auswärtstreffer fielen in der Nachspielzeit. Siegburg kletterte an Vichttal vorbei auf Platz zwei und hat „nur“ noch fünf Punkte Rückstand auf die Spitze.
Wir haben den Kampf heute angenommen
„Wir haben den Kampf heute angenommen“, meinte Otto hinterher. Die frühe Rote Karte für den Bornheimer Can Catak wegen einer Notbremse an Kelana Mahessa (15.) habe die Partie „kaum beeinflusst. Denn auch so sind auf diesem kleinen Platz immer wieder hohe Bälle in unseren Strafraum gesegelt.“ Nach der 2:0-Führung durch Yuta Sakamaki (18.) und Enes Yilmaz (45.) habe man es schlichtweg „versäumt nachzulegen. Wir hätten den Sack nach der Pause zumachen müssen.“ Stattdessen traf Bornheim erst den Pfosten und dann zum Ausgleich (72., Mohamed Zaim). Es dauerte bis zur dritten Minute der Nachspielzeit, ehe Mahessa die Gäste erlöste.
SSV: Fikisi – Keil, Camara, Weingarten, Jo – Suleiman, Yilmaz (76. Kobayashi) – Sakamaki (89. Ohashi), Mahessa, Ezami (63. Schnörpel) – McIntosh (63. Sai).

