Aus dem Tor einer angrenzenden Halle flogen die Scheiben heraus. Das Gewerbegebiet in Menden ist gesperrt.
Video zeigt brennendes AutoBatterie eines E-Autos explodiert in Sankt Augustin
Batterie eines E-Autos explodiert in Sankt Augustin
Zu einem Großeinsatz ist die Freiwillige Feuerwehr Sankt Augustin am Mittwochvormittag in ein Gewerbegebiet nach Sankt Augustin-Menden ausgerückt. Vor der Halle einer Firma an der Otto-von-Guericke-Straße hatte gegen 10.40 Uhr ein an eine Wallbox angeschlossenes Elektroauto Feuer gefangen. Ein Mitarbeiter hatte es am Morgen wegen geringen Ladestands das Kabel eingesteckt.

In Sankt Augustin-Menden explodierte die Batterie eines E-Autos.
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Während des Ladevorgangs hatte sich möglicherweise die Batterie erhitzt, es kam zu einer Rauchentwicklung. Mitarbeitende der Firma alarmierten die Feuerwehr und setzten weitere Fahrzeuge, die in der Einfahrt standen, zur Seite. Kollegen gegenüberliegender Werkstätten versuchten bis zum Eintreffen der Wehrleute, mit Pulverlöschern den Brand zu bekämpfen. Nach Angaben des Einsatzleiters der Feuerwehr, Herbert Maur, entleerten sie etwa zehn Feuerlöscher, ohne einen Löscheffekt erzeugen zu können. Außerdem versuchten sie, mit einem Gartenschlauch das Fahrzeug zu kühlen.
Das schwelende E-Auto sollte in einer Mulde mit Wasser geflutet werden
Als die ersten der insgesamt 60 Einsatzkräfte eintrafen, schickten sie die Ersthelfer aus dem Gefahrenbereich. Flammen schlugen bereits aus dem Renault. „Wegen der starken Rauchentwicklung war das eine gefährliche Lage“, erklärte Maur später. Als zwei Feuerwehrmänner die Löschwasserversorgung aufbauten, kam es zu einer Detonation der Batterie.

Am Hallentor sind die geplatzten Scheiben gut zu erkennen.
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Der ohrenbetäubende Knall schreckte die Menschen in der Nachbarschaft auf. Die Druckwelle verformte die Türen des Wagens, Glassplitter flogen durch die Luft und beschädigten weitere Autos. Am Dach bog sich ein Profil in die Höhe. Die Wehrleute blieben glücklicherweise unverletzt.
Auch aus dem Hallentor flogen die Scheiben heraus, das Tor selbst hielt aber Stand. Nur wenig Rauch gelangte ins Innere, die dort gelagerten brennbaren Materialien wurden nicht entzündet. Draußen allerdings brannte der Kleinwagen lichterloh. Durch den Einsatz großer Wassermengen gelang es den Einsatzkräften, die unter Atemschutz arbeiteten, den Brand zu löschen. Doch immer loderten Flammen hoch.

Das ausgebrannte Fahrzeug wurde schließlich in eine Mulde gezogen, die geflutet wurde.
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Schließlich gelang es, das Feuer vollständig zu bekämpfen. Doch im Batterieblock, der unter dem Fahrgastraum verbaut ist, war immer noch Hitzeentwicklung festzustellen. Einsatzleiter Maur entschied, das ausgebrannte Autowrack in eine Mulde zu stellen, die geflutet werden sollte.
Die Siegburger Feuerwehr kam mit einem speziell dafür vorgesehenen Metallbehälter, in den das schwelende Fahrzeug mit einer Winde hineingezogen wurde. Der wurde auf das Gelände der Firma gezogen und anschließend mit Wasser gefüllt. Mindestens 24 Stunden, so gab Maur an, sollte es darin stehen, bevor es in die nahe gelegene Renault-Werkstatt zur weiteren Untersuchung gebracht werden kann.
