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„Zwei Riesentalente“Siegburg verpflichtet Duo vom FC Hennef 05

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Leon Rosic

Leon Rosic (links) wechselt vom FC Hennef 05 zum Liga- und Lokalrivalen Siegburger SV 04.

Leon Rosic und Levi Dang wechseln im Sommer zum Lokalrivalen. Einem Klub, der nach wie vor vom Aufstieg in die Regionalliga träumen darf. 

Des einen Freud, des anderen Leid. Der Fußball-Mittelrheinligist Siegburger SV 04 hat sich ein verheißungsvolles Duo vom Liga- und Lokalrivalen FC Hennef 05 geschnappt: Sowohl Regisseur Leon Rosic (20) als auch Stürmer Levi Dang (18) wechseln im Sommer zu den „Blues“. SSV-Sportchef Tom Caspers bezeichnet die beiden Transfers als „Glücksfall. Leon und Levi sind zwei Spieler, die unseren Kader eindeutig verstärken werden.“ Auch Cheftrainer Alexander Otto freut sich auf „zwei Riesentalente, die perfekt zu unserer Rasselbande passen“. Mit Dov Baron (18) wechselt sogar ein dritter Spieler im Sommer vom FCH nach Siegburg; der Australier verbuchte in dieser Frühjahrsrunde sechs U-19-Mittelrheinliga-Einsätze.

Im Hennefer Lager nahm man den Abgang von Rosic und Dang indes sportlich. „Natürlich hätten wir beide gerne gehalten“, räumt Sportchef Frank Fußhöller ein. „Dass solche Spieler Begehrlichkeiten wecken, ist das Normalste der Welt. Sie wollten in der nächsten Saison für einen Klub auflaufen, der um die Meisterschaft mitspielen kann. Diese Perspektive kann Siegburg ihnen nun mal bieten.“

Levi Dang

Angreifer Levi Dang vom FC Hennef 05.

Vorausgesetzt natürlich, man bleibt in der Liga und schafft nicht schon vorher die kleine Sensation. Denn die 04er (2./53 Punkte) scheinen der einzige Verein zu sein, der dem SV Bergisch Gladbach (1./57) den Aufstieg noch streitig machen kann. Zumal ihnen drei weitere Zähler sicher sind: Die Partie am 17. Mai gegen den FC Pesch wird angesichts des jüngsten Rückzugs des Gegners mit 2:0 für Siegburg gewertet.

Eintracht Hohkeppel (3./49) und der VfL Vichttal (4./49) haben sich hingegen vorerst aus dem Titelrennen verabschiedet. „Wir wollen so lange wie möglich Druck ausüben auf den Spitzenreiter“, sagt Otto. „Dabei schauen wir aber in erster Linie auf uns: Wir dürfen uns keinen einzigen Ausrutscher mehr erlauben.“ Weder im Duell am Sonntag (15 Uhr) beim 1. FC Düren noch in den darauffolgenden drei Partien. Die letzte im Walter-Mundorf-Stadion bestreitet man ausgerechnet gegen den FCH um die beiden Sommerzugänge Rosic und Dang.

Natürlich ist Bergisch Gladbach der Favorit, aber wir glauben an unsere Chance
Bünyamin Kilic, Trainer des SSV Merten

Überhaupt hat es das Siegburger Restprogramm in sich, dasselbe gilt aber auch für den Tabellenführer aus Bergisch Gladbach (siehe Infokasten). Bereits am Sonntag stehen die 09er vor einer hohen Hürde, nämlich beim SSV Merten (5./47). Dessen Trainer Bünyamin Kilic macht seinem Ex-Verein Siegburg Hoffnung: „Wir wissen, dass die Liga auf uns schaut. Natürlich ist Bergisch Gladbach der Favorit, aber wir glauben an unsere Chance. Zumal wir personell endlich wieder aus dem Vollen schöpfen können.“

Eine Überraschung peilen auch die Hennefer am Sonntag an, nämlich im Duell mit dem FC Wegberg-Beeck. „Im Hinspiel (0:5, Anm. d. Red.) waren wir chancenlos“, sagt Fußhöller. „Aber zu Hause wollen wir ein anderes Gesicht zeigen.“ Dabei sieht er seine Elf auch diesmal klar in der Außenseiterrolle: „Wegberg-Beeck ist für mich die Mannschaft der Rückrunde und performt jetzt so, wie man es eigentlich von Anfang an erwartet hätte.“ Die größten Ausrufezeichen setzte der Gegner allerdings im eigenen Stadion: In der Rückrunde gewann man sämtliche fünf Heimspiele, zuletzt das gegen den VfL Vichttal (3:1). Gut also aus Siegburger Sicht, dass Bergisch Gladbach sein letztes Auswärtsspiel in dieser Saison im Beecker Waldstadion absolvieren muss.


Das Restprogramm

SV Bergisch Gladbach 09: SSV Merten (A), SpVg Frechen (H), SF Düren (H), FC Wegberg-Beeck (A), SpVg Porz (H).

Siegburger SV 04: 1. FC Düren (A), FC Pesch (H/2:0-Wertung), VfL Vichttal (A), FC Hennef 05 (H), SSV Merten (A).