Abo

Mann verschanzt sich in HausZwangsräumung in Herford eskaliert – Spezialkräfte finden Leiche

2 min
Einsatzkräfte sind an einem Hof in Herford im Einsatz, nachdem bei einer Zwangsräumung eine Leiche gefunden wurde.

Einsatzkräfte sind an einem Hof in Herford im Einsatz, nachdem bei einer Zwangsräumung eine Leiche gefunden wurde.

Ein Gerichtsvollzieher hatte Einsatzkräfte aufgrund eines großen, frei herumlaufenden Hundes alarmiert. Dann drang Rauch aus dem Gebäude.

Im nordrhein-westfälischen Herford ist am Mittwoch (18. März) eine Zwangsräumung eskaliert. Ein 69-jähriger Herforder hatte demnach versucht, die Räumung zu verhindern, Möbel in Brand gesetzt und sich in dem Haus im Herforder Stadtteil Schwarzenmoor verschanzt, teilte die Polizei mit. Als Spezialkräfte das Haus stürmten, fanden sie eine Leiche in den Räumen.

Ein Gerichtsvollzieher hatte das Gehöft am Eckernkamp am Mittwochmorgen betreten, um die geplante Räumung zu vollziehen. Da jedoch auf dem Gelände ein großer Hund frei herumgelaufen sei, habe er sich bedroht gefühlt und die Polizei hinzugezogen.

Spezialkräfte verschaffen sich mit Sprengsätzen Zugang und finden Leiche

Dann sei Rauch aus dem Gebäude gedrungen – offensichtlich, weil Möbel in Brand gesetzt worden seien, so die Polizei weiter. Rettungskräfte und Feuerwehr wurden alarmiert. Der Einsatzort wurde weiträumig abgesperrt.

Die Polizei rückte mit Spezialkräften an, die sich gegen 12.15 Uhr mit Sprengsätzen Zugang zum Haus in Eckernkamp verschafften und dort auf die Leiche eines Mannes stießen. Jede Hilfe sei bereits zu spät gekommen, ein Notarzt habe nur noch den Tod des Mannes feststellen können.

Unbestätigten Angaben zufolge handelte es sich um den 69-Jährigen, der sich zuvor in den Räumen verschanzt hatte.

Kriminalpolizei ermittelt nach Leichenfund bei Zwangsräumung

Einsatzkräfte der Feuerwehr löschten das Feuer. Schüsse seien nicht gefallen. Der Gerichtsvollzieher und alle weiteren Einsatzkräfte seien unverletzt geblieben. Der Hund wurde eingefangen und in ein Tierheim gebracht.

Die Kriminalpolizei Herford stellt weitere Ermittlungen an. Zum Hintergrund wurden bislang noch keine weiteren Informationen bekannt gegeben. (jv/dpa)