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Sollte für Gymnasium weichenHauptschule am Rhein bleibt – Rat stellt sich gegen Dezernenten-Plan

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Robert Voigtsberger (von rechts) und Markus Greitemann mit der damaligen Chefin der Gebäudewirtschaft Petra Rinnenburger bei einer Begehung der  Bildungslandschaft Altstadt-Nord.

Robert Voigtsberger (r.) und Markus Greitemann mit der damaligen Chefin der Gebäudewirtschaft Petra Rinnenburger bei einer Begehung einer der Schulen der Bildungslandschaft Altstadt-Nord nahe dem Hansaring (Archivbild).

Der Stadtrat erteilt dem Plan der Hauptschulschließung zugunsten des Gymnasiums Neustadt-Nord eine Absage, maßgeblich mit dabei: die CDU und SPD. 

Der Rat hat wie angekündigt dem Vorschlag der Verwaltung eine Absage erteilt, die Hauptschule am Rhein zugunsten des Gymnasiums Neustadt-Nord zu schließen. Damit haben sich die Ratsfraktionen CDU und SPD gegen den Plan der Dezernenten mit ihrem jeweiligen Parteibuch gestellt.

Markus Greitemann (CDU), Chef des Baudezernats, und Schuldezernent Robert Voigtsberger (SPD) hatten seit zwei Jahren mit einem Investor verhandelt, um ein Schulgebäude am Gladbacher Wall zu sanieren, in das dann das neue Gymnasium einziehen sollte. Vor einem Jahr waren sie sich offenbar so sicher, sich einigen zu können, dass das Gymnasium gegründet und im Frühjahr zur Anmeldung freigeschaltet wurde. Doch unterschrieben war zu dem Zeitpunkt noch nichts und die Dezernenten sahen sich diesen Januar gezwungen, die Verhandlungen abzubrechen.

Ihr Plan B lautete: Das Gymnasium soll länger in seinem derzeitigen Interim, dem ehemaligen Rautenstrauch-Joest-Museum am Ubierring, bleiben und später an zwei Standorte nahe des Hansarings ziehen. Einer davon ist das Gebäude der Katholischen Hauptschule am Rhein, die die Dezernenten dafür auslaufen lassen und dann schließen wollten. Dagegen stellten sich fast alle Ratsfraktionen, maßgeblich auch die CDU und SPD. Helge Schlieben, schulpolitischer Sprecher der CDU und Vorsitzender des Schulausschusses, hatte dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ gesagt: „Wir sind interfraktionell davon überzeugt, dass die Verwaltung ihr kreatives Potenzial noch nicht ganz ausgeschöpft hat und dieser Plan nicht alternativlos ist.“ (juh)