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„Kann dir auf die Füße fallen“Hector fühlt sich bei Nagelsmann an Kwasniok erinnert

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Jonas Hector gestikuliert bei einer Diskussionsrunde.

Jonas Hector hat in seinem Podcast kritische Worte für den Bundestrainer gefunden.

Jonas Hector äußert in seinem Podcast Kritik am Bundestrainer. Er vergleicht Julian Nagelsmanns Verhalten mit dem des ehemaligen FC-Trainers Lukas Kwasniok.

Nach den Länderspielen steht Julian Nagelsmann in der Kritik. Die Partien gegen die Schweiz (4:3) und Ghana (2:1) waren zwar siegreich, aber spielerisch nicht gänzlich überzeugend. Doch besonders Nagelsmanns Aussagen zu Deniz Undav sorgen für Debatten. Nun meldet sich auch der frühere Nationalspieler Jonas Hector zu Wort, der für das Vorgehen des Bundestrainers wenig Verständnis zeigt.

Nagelsmann plant für die WM mit Undav nur in der Rolle eines Einwechselspielers. Dabei ist derzeit kein anderer deutscher Stürmer so treffsicher wie der Profi des VfB Stuttgart. Auch nach Undavs entscheidendem (Joker-)Tor bei dessen Heimspiel in Stuttgart gegen Ghana bekräftigte Nagelsmann seinen Plan.

Hectors Rat: „Bei der einen oder anderen Aussage ein bisschen vorsichtiger“

Auf die Nachfrage, ob sich an der für Undav vorgesehenen Jokerrolle noch etwas ändern könne, erwiderte Nagelsmann: „Eher unwahrscheinlich, weil ich die Rollengespräche nicht geführt habe für den März, sondern für die WM.“ Darüber hinaus beanstandete er Undavs Leistung bis zu seinem Treffer. Die sei „nicht gut“ gewesen, so der Bundestrainer deutlich.

Genau diese Äußerungen wurden von Hector und dem ZDF-Comedian Fabian Köster in der neuesten Folge ihres Podcasts „Schlag und Fertig“ thematisiert. Köster zeigte sich sehr verwundert über Nagelsmanns Auftreten nach dem Spiel. „Das ist so ohne Not, dann sag doch gar nichts dazu, aber jemanden, der gerade in einer super Form ist, warum den so runterbuttern?“

Hector war einer ähnlichen Meinung. Seiner Ansicht nach schafft der Bundestrainer damit ein unnötiges Problem. „Wenn der bei der einen oder anderen Aussage ein bisschen vorsichtiger ist, dann kommt das gar nicht so auf, dann wird auch gar nicht so extrem diskutiert“, erklärte der ehemalige Kapitän des 1. FC Köln. Er fühlte sich sogleich an seinen früheren Verein erinnert: „Ich meine, beim Ex-Trainer von Köln haben wir das ja auch manchmal angemerkt. Da ist dann auch eine klare Kante, aber das kann dir eben auch auf die Füße fallen. Ist einfach so.“

Gemeint war natürlich Lukas Kwasniok, der zu Beginn der Länderspielpause in Köln beurlaubt worden war. Im weiteren Gesprächsverlauf stellten die beiden Podcaster auch inhaltlich Übereinstimmungen zwischen dem DFB-Coach und dem mittlerweile entlassenen Kölner Trainer fest.

Köster legte Hector nämlich eine weitere Aussage von Nagelsmann vor. „Dann hat er noch gesagt: ‚Ja, ist halt die Jokerrolle und wenn er schon vorher 70 Minuten spielt, dann hat er gar nicht die Kraft noch, den da so reinzuspitzeln.‘ Ich denke mir, warum machst du denn jetzt auch noch die Leistung so madig? Der schießt das entscheidende Tor und du sagst, wenn er vorher gespielt hätte, hätte er den nicht gemacht“, fasste der aus der „heute-show“ bekannte Komiker zusammen.

Dazu hatte Hector ein klares Urteil parat: „Das ist auch Schwachsinn! Da sind ein paar Parallelen zum FC diese Saison“, meinte der frühere Linksverteidiger. Er erinnerte an Kwasnioks Erklärungen, weshalb Top-Talent Said El Mala so manches Mal nur von der Bank kam: „Das sind auch diese El-Mala-Sachen: ‚Wenn der reinkommt, ist er frischer.‘ In Bremen hat der auch über 90 Minuten gespielt und hat dann in der 90. das 1:1 gemacht.“

Bei Kösters provokanter Frage, ob Nagelsmann vielleicht einen „Lukas-Kwasniok-Lehrgang“ besucht habe, wollte sich Hector allerdings nicht festlegen. „Oder andersrum, weiß ich nicht“, sagte er schmunzelnd. Abschließend äußerte er sich zur Kontroverse um Nagelsmanns Umgang mit der Personalie Undav: „Also ich wäre glaube ich nicht so, sagen wir es mal so ...“ (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.