Abo

Mit oder ohne NeuzugängeKwasniok sieht 1. FC Köln für zweiten Teil der Saison gewappnet

4 min
1. FC Köln, Trainingslager in Spanien, La Nucia, 1. Trainingseinheit, 02.01.2026, 1. FC Köln, Bild: *** Local Caption *** Ausschließlich redaktionelle Nutzung Editorial use only *** Sport 1 FC Köln, Training camp in Spain, La Nucia, 1 training session, 02 01 2026, 1 FC Köln , Image Local Caption Editorial use only

Der 1. FC Köln um Jungstar Said El Mala (M.) bereitet sich in diesen Tagen in La Nucia an der Costa Blanca auf den zweiten Teil der Bundesliga-Saison vor.

Der Bundesliga-Aufsteiger hat das Training an der Costa Blanca aufgenommen. Möglicherweise kommt noch ein Neuzugang nach La Nucia.

Die Sonne zeigt sich zwar nur sporadisch über den Hügeln an der Costa Blanca, als der 1. FC Köln am Samstagvormittag zum zweiten Mal im Trainingslager den hervorragend gepflegten Rasen der Sportstadt Camilo Cano betrat. Doch während in Deutschland der Winter dominiert, herrschen in La Nucía gute Bedingungen bei 14 bis 15 Grad Celsius. Zumindest am Wochenende noch. Genau deshalb hat sich der Bundesliga-Aufsteiger für das Trainingslager im Süden Spaniens entschieden.

Der rund 400.000 Quadratmeter große Sportkomplex, der rund 56 Millionen Euro gekostet hat, setzt Maßstäbe. Mehrere Fußballfelder von internationalem Standard haben La Nucía zu einem Anziehungspunkt für Vereine aus ganz Europa gemacht. Einer von ihnen ist nun der FC, der sich hier seit Freitag auf die zweite Saisonhälfte vorbereitet.

1. FC Köln: Trainer Lukas Kwasniok kündigt intensives Programm an

Trainer Lukas Kwasniok zeigte sich nach der ersten Einheit zufrieden. „Ich finde, die Rahmenbedingungen sind top. Wenn man sich die Witterungsbedingungen in Deutschland anschaut, haben wir, glaube ich, die richtige Wahl getroffen“, sagte der 42-Jährige. Viel Zeit für Anpassung bleibt allerdings nicht. Bereits in sieben Tagen steht für die Kölner das nächste Bundesliga-Spiel beim 1. FC Heidenheim an -  es ist für den auf nach nur zwei Punkten aus den vergangenen sechs Spielen auf Platz elf  zurückgefallenen FC ein richtungsweisendes. „Wir haben keine Zeit. Es geht darum, in Heidenheim auf den Punkt da zu sein. Dafür wollen wir die Woche optimal nutzen“, kündigte Kwasniok ein intensives Programm an.

FC-Trainer Lukas Kwasniok auf dem Platz in La Nucia

Parallel zur sportlichen Arbeit laufen die Planungen für mögliche Verstärkungen. Doch der Winter-Transfermarkt erweist sich einmal mehr als schwierig. „Wir sind am Werkeln, aber der Winter-Transfermarkt ist echt komplex – deutlich komplexer als im Sommer“, erklärte der Coach. Gründe dafür seien unter anderem der Afrika-Cup und die Zurückhaltung vieler Vereine, selbst bei großen Kadern Spieler abzugeben.

Dennoch arbeitet der FC an konkreten Szenarien. Gehen die aktuellen Bemühungen auf, könnten auch in diesem Winter sowohl ein Abwehr-Talent als auch ein bereits arrivierterer Verteidiger nach Köln wechseln. Für die Rolle des jungen Entwicklungsspielers gilt Jahmai Simpson-Pusey als Kandidat. Der 19-Jährige steht bei Manchester City unter Vertrag und ist derzeit an Celtic Glasgow verliehen. Laut der britischen Zeitung The Telegraph zählt der englische Juniorennationalspieler zu den Optionen, die beim FC intensiv geprüft werden. Auch ein arrivierter Verteidiger könnte noch kommen.

Kwasniok: 1. FC Köln ist konkurrenzfähig

Idealerweise sollen mögliche Neuzugänge noch während des Trainingslagers zur Mannschaft stoßen. Ob dies gelingt, ist offen. Vor drei Jahren war dem FC ein solcher Doppelschlag mit Jeff Chabot und Bright Arrey-Mbi gelungen. Klar ist jedoch auch: Bedarf besteht vor allem in der Defensive. „Dass wir im hinteren Bereich aufgrund der Verletzungen einen gewissen Bedarf haben, steht außer Frage“, sagte Kwasniok. Nervosität lässt er dennoch nicht erkennen.

Zum einen hofft der Trainer nach den Spielen gegen Heidenheim (10. Januar) und den FC Bayern (14. Januar) auf personelle Entlastung. Innenverteidiger Rav van den Berg kehrt nach abgesessener Rotsperre sicher zurück. Joel Schmied, dessen Oberschenkelverletzung sich hartnäckiger erwiesen hat als zunächst angenommen, brauche zwar noch mehr Zeit als erst angenommen, „aber auch er wird zurückkommen“, so Kwasniok.

Ich glaube, dass wir auch im Fall der Fälle, dass niemand Neues dazustoßen sollte, gewappnet sind.
FC-Trainer Lukas Kwasniok

Grundsätzlich bleibt der FC-Trainer seiner Linie treu. „Ich war noch nie jemand, der großartig gejammert hat. Meine Aufgabe ist, auch mal eine kreative Lösung zu finden“, sagte er. Trotz einer Serie von sechs Spielen ohne Sieg vor Weihnachten habe seine Mannschaft gezeigt, dass sie konkurrenzfähig ist. „Gegen St. Pauli und Union wären auch vier Punkte drin gewesen, obwohl die Verletzungsprobleme schon da waren“, erinnerte er an späte Gegentore, die bessere Resultate verhinderten.

Kwasnioks Ausblick fiel entsprechend nüchtern aus: „Ich glaube, dass wir auch im Fall der Fälle, dass niemand Neues dazustoßen sollte, gewappnet sind. Das ist meine Aufgabe, dafür werde ich bezahlt.“ Und zwar durchaus „gut“, wie der 44-Jährige mit einem Schmunzeln anfügte.