FC-Sportchef Thomas Kessler spricht über spannende Personalien. Zu ihnen zählen neben Timo Hübers auch Jakub Kaminski und Eric Martel.
Verletzter FC-VerteidigerVertrag und Comeback: Das ist der Stand bei Hübers

Kölns verletzter Verteidiger Timo Hübers am 18. Dezember zu Gast beim FC-Talk der „Kölner Stadt-Anzeiger Medien“.
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Rund ein halbes Jahr nach seiner schweren Knieverletzung steht Timo Hübers kurz vor einem neuen Vertrag beim 1. FC Köln – und kämpft sich Schritt für Schritt zurück. Beim 0:1 in Dortmund am 8. Spieltag hatte sich der Innenverteidiger im Zweikampf mit BVB-Stürmer Guirassy das Knie so schwer verdreht, dass zeitweise sogar das Karriere-Ende drohte. „Ich kriege beim Gedanken an die Szenen heute noch eine Gänsehaut“, sagte Kölns Sport-Geschäftsführer Thomas Kessler am Donnerstag.
Die Vertragsdetails seien geklärt, die Papiere soweit fertig, so Kessler. Dass Hübers noch nicht unterschrieben habe, liege nicht an einem Poker, sondern daran, dass Teile der Reha außerhalb des Geißbockheims stattgefunden hätten. Geplant ist ein stark leistungsbezogener Vertrag, der maßgeblich an Einsatzzeiten gekoppelt sein soll.
Mit einer schnellen Rückkehr ist allerdings nicht zu rechnen. Kessler machte das unmissverständlich klar: „Wir können nicht davon ausgehen, dass er direkt zum Start in die neue Saison einsteigen kann. Wir müssen klar davon ausgehen, dass es eher Richtung Rückrunde geht.“ Sollte Hübers tatsächlich erst im Winter zurückkehren, hätte er mehr als ein Jahr kein Pflichtspiel bestritten. Doch Kessler gab dem 29-Jährigen ein klares Versprechen mit auf den Weg: „Er kriegt null Zeitdruck. Er hat unsere 100-prozentige Unterstützung und wir werden alles in unserer Macht stehende tun, damit wir Hübi irgendwann wieder in unserem Trikot im Rhein-Energie-Stadion sehen.“
FC zieht Kaufoption für Jakub Kaminski
Ebenfalls kurz vor dem Abschluss steht die feste Verpflichtung von Jakub Kaminski. Der polnische Nationalspieler hatte den FC in dieser Spielzeit auf Leihbasis vom VfL Wolfsburg geholt – und Kaminski entpuppte sich als Volltreffer. „Wir werden die Kaufoption für ihn ziehen. Ich glaube, dass er das umgesetzt hat, was wir uns durch die Leihe versprochen haben“, sagte Kessler und ergänzte, er habe das dem VfL auch bereits „per Tonspur“ mitgeteilt. Die Kaufoption liegt bei rund 5,5 Millionen Euro – der Leistungsträger wird somit vergleichsweise zum Schnäppchen. Kaminski taugt als Musterbeispiel. „Deswegen haben wir ja auch bei allen Leihen die Möglichkeit genutzt, eben auch eine Kaufoption zu hinterlegen – und die werden wir bei Kuba definitiv ziehen.“
Ob der Offensivspieler dem FC aber auch tatsächlich erhalten bleibt, ist nicht vollends gesichert. In Kaminskis Vertrag soll eine Ausstiegsklausel von 20 Millionen Euro verankert sein. Zwar sei er „stand jetzt“ auch in der kommenden Saison Spieler des 1. FC Köln, so Kessler – er schränkte jedoch ein: „Nicht jeder Spieler, der in der kommenden Saison einen Vertrag beim 1. FC Köln hat, wird auch ganz sicher beim FC spielen.“ Bis zuletzt habe er allerdings nichts Gegenteiliges gehört.
Das letzte Heimspiel der Saison gegen Heidenheim (Sonntag, 17.30 Uhr) wird Eric Martel verpassen. Der Sechser sah gegen Union Berlin seine zehnte Gelbe Karte und ist für die Partie gesperrt. Trotz auslaufendem Vertrag wird Martel am Sonntag nicht offiziell verabschiedet – anders als andere Profis. Wie es mit ihm weitergeht, ist nach wie vor offen. „Da gibt es keinen neuen Stand, wir sind da im Austausch. Ich denke, da wird es zeitnah eine Entscheidung geben“, sagte Kessler.
