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Tapsoba und die 100-Millionen-FrageLeverkusens Abwehrboss hält sich bedeckt

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DORTMUND, GERMANY - APRIL 11: Edmond Tapsoba of Bayer 04 Leverkusen looks on during the Bundesliga match between Borussia Dortmund and Bayer 04 Leverkusen at Signal Iduna Park on April 11, 2026 in Dortmund, Germany. PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxONLY Copyright: xRenexNijhuis/MBxMediax

DORTMUND, GERMANY - APRIL 11: Edmond Tapsoba of Bayer 04 Leverkusen looks on during the Bundesliga match between Borussia Dortmund and Bayer 04 Leverkusen at Signal Iduna Park on April 11, 2026 in Dortmund, Germany. PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxONLY Copyright: xRenexNijhuis/MBxMediax

Edmond Tapsoba gilt als einer der begehrtesten Innenverteidiger Europas. Eine Ausstiegsklausel über 100 Millionen Euro macht einen Wechsel möglich – der Leverkusener lässt die Frage bewusst offen.

Angesprochen auf die Gerüchte über einen Wechsel im Sommer setzt Edmond Tapsoba sein typisches Lächeln auf und entgegnet trocken: „Wirklich? Davon habe ich noch nichts gehört.“ Der 27-Jährige hat sich in den vergangenen Jahren zum unumstrittenen Führungsspieler in der Dreierkette von Bayer 04 Leverkusen entwickelt.

Das ist natürlich auch den europäischen Topklubs nicht entgangen, die beständig nach Innenverteidigern auf diesem Niveau suchen. Tapsoba hat in Leverkusen noch einen Vertrag bis 2028, hat darin allerdings eine Ausstiegsklausel über rund 100 Millionen Euro verankert. Besonders die großen Vereine aus England sollen ein Auge auf den Nationalspieler aus Burkina Faso geworfen haben.

Beim 1:0-Erfolg bei Borussia Dortmund überzeugte Tapsoba erneut auf ganzer Linie. „Eddy hat überragend gespielt“, lobte Sport-Geschäftsführer Simon Rolfes. War Tapsoba in den vergangenen Jahren immer wieder für grobe Schnitzer gut, hat er seine Fehlerquote mittlerweile deutlich gesenkt. Zudem ist er auch torgefährlicher geworden. Noch im Februar war er mit sechs Torbeteiligungen laut „Opta“ der gefährlichste Innenverteidiger in den Top-5-Ligen.

Wechsel 2020 aus Portugal

Tapsoba war 2020 als 20-Jähriger von Vitória Guimarães aus Portugal zur Werkself gewechselt. Am Ende dieser Saison wird er in knapp 300 Pflichtspielen für Bayer 04 auf dem Platz gestanden haben. Zeit für einen Tapetenwechsel? „Wie ich schon mal gesagt habe: Gerade sind wir im Rennen um die Champions League, und das ist das Wichtigste für mich, ich will fokussiert für den Rest der Saison bleiben. Am Ende werden wir sehen, was passiert“, betont er. Eine Anfrage für ihn liegt nach Informationen unserer Redaktion bei Bayer 04 nicht vor.

Tapsoba vermeidet jegliche Treuebekenntnisse, greift jedoch zum Mittel der Liebeserklärung an Bayer 04: „Ob wir die Champions League erreichen oder nicht, ändert nichts an meiner Entscheidung. Aber das Wichtigste ist, die Champions League zu erreichen – weil dieser Wettbewerb immer der beste der Welt ist. Und diesen Wettbewerb diesem Klub zu geben, der mir alles gegeben hat – das ist für mich das Allerwichtigste.“

Um fokussiert zu bleiben, nutzt Tapsoba übrigens ein ungewöhnliches Mittel. Er kaut während der gesamten 90 Minuten Kaugummi. „Ich bekomme vor jedem Spiel vom Verein einen Kaugummi. Das brauche ich, durch das Kauen bleibe ich aufmerksam“, erklärt der 1,94-Meter-Hüne.

Mit Kaugummi im Mund und in Robert Andrich und Loic Badé zwei deutlich verbesserten Kollegen an der Seite hielt die Dreierkette in Dortmund erstmals seit Mitte Februar beim 4:0 gegen St. Pauli wieder die Null. „Wir müssen einfach das tun, was wir immer tun müssen: konzentriert bleiben, alle kommenden Spiele gewinnen und schauen, was passiert. Ich glaube, andere Teams werden noch Punkte liegenlassen. Und wir werden sie einholen. Jeder Dreier zählt in diesem Rennen“, sagte Tapsoba mit Blick auf den Vier-Punkte-Rückstand auf Platz vier und das kommende Heimspiel am Samstag (15.30 Uhr) gegen den FC Augsburg. Es könnte das viertletzte im Bayer-Trikot für ihn sein.