Trotz des gesicherten Klassenerhalts gegen Dortmund bleibt die Zukunft von Trainer Eugen Polanski bei Gladbach ungewiss.
Erlösung für die FohlenGladbach sichert Klassenerhalt – Trainer-Zukunft aber offen

Gladbach jubelt über das Siegtor zum 1:0.
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Für Borussia Mönchengladbach fand eine aufwühlende Woche mit dem 1:0-Sieg gegen den Rivalen aus Dortmund einen versöhnlichen Abschluss. Haris Tabakovic sicherte mit seinem späten Tor in der 88. Minute den Klassenerhalt. Nach einer turbulenten Jahreshauptversammlung am Montag brach am Sonntagabend Jubel aus, als der Stadionsprecher verkündete: „Nächste Saison Liga eins!“.
Der Torschütze Tabakovic sprach im Anschluss an den vorzeitigen Ligaverbleib von „Erlösung“, während Trainer Eugen Polanski dies als „Erleichterung“ bezeichnete. Er mahnte jedoch zugleich, dass man sich nicht ausruhen dürfe: „Für uns geht es noch um extrem viel. Es gibt noch sechs Punkte zu vergeben und die wollen wir haben“, bekräftigte der 40-Jährige. Er verwies dabei sowohl auf die Weiterentwicklung seiner Akteure als auch auf den finanziellen Faktor der „TV-Tabelle und wie viel Kohle es gibt“.
Ungewisse Zukunft für Trainer Eugen Polanski
„Ich habe der Mannschaft gerade gesagt, dass wir über das glücklich sein können, was wir jetzt geschaffen haben, aber niemals zufrieden“, erläuterte Polanski und wies darauf hin, dass „noch gewisse Schritte zu gehen“ seien. Der Coach resümierte fast nüchtern: „Den Klassenerhalt zwei Spieltage früher als gedacht zu schaffen, um einfach jetzt die nächsten Schritte zu gehen, da bin ich extrem froh und erleichtert drüber. Das ist mein Job“.
Ob Polanski jedoch auch künftig als Trainer für Gladbach tätig sein wird, ist unklar. Sportchef Rouven Schröder gab vor dem Anpfiff kein eindeutiges Bekenntnis zu Polanski ab. „Eugen wird uns über den Strich führen. Danach setzen wir uns zusammen“, erklärte Schröder gegenüber DAZN. Nach Abpfiff, 90 Minuten später, wollte er sich zur Zukunftsfrage nicht äußern: „Nee, nee, das habe ich mir fest vorgenommen. Wir gewinnen heute 1:0 mit Eugen Polanski“, wehrte er ab.
Trotz der nun größeren Planungssicherheit seien die verbleibenden zwei Ligaspiele wichtig, damit sich jeder Spieler erneut beweisen könne, unterstrich Schröder. Das Ziel sei eine „ehrliche Bewertung“ zum Saisonende, um zu entscheiden, mit wem die Planung weitergeht und wo sich die Wege trennen könnten. „Ich finde es wichtig, dass wir da sehr, sehr kritisch miteinander umgehen, auch was den Kader betrifft“, meinte Schröder.
Deutet sich ein größerer Kaderumbruch an?
Der Torhüter Daniel Batz, aktuell noch in Mainz aktiv, wird als erster potenzieller Neuzugang gehandelt. Schröder nannte die Gerüchte um einen ablösefreien Transfer „nicht ganz weit hergeholt“. Der aktuelle Verein des 35-Jährigen machte am Wochenende ebenfalls deutlich, dass Batz ein Angebot vorliegt und ein Abschied aus Mainz bevorsteht. Bei Gladbach würde er hinter Stammtorwart Moritz Nicolas voraussichtlich die Position der Nummer zwei einnehmen.
Eine umfassendere Umstrukturierung des Kaders am Niederrhein zeichnet sich darüber hinaus ab. „Wir beschäftigen uns natürlich mit vielen kreativen Lösungen, was den Sommer betrifft“, sagte Schröder, betonte aber zugleich: „Ich werde jetzt nicht auf einzelne Positionen eingehen. Wir werden das Ganze durchleuchten. Wir haben genügend Zeit in einer langen, langen Sommerpause“. Auf den Sportchef wartet demnach ein arbeitsreicher Sommer. (dpa/red)
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