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Rassismus im FußballBewährungsstrafe nach Beleidigung von Nationalspielerin Carter

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Jess Carter

Jess Carter hatte die rassistischen Beleidigungen gegen sie während der EM öffentlich gemacht. (Archivbild)

Wegen rassistischer Diffamierung der englischen Fußballerin Jess Carter wurde ein 60-jähriger Mann verurteilt. Das Gericht verhängte eine Strafe auf Bewährung.

Ein 60-jähriger Mann erhielt eine Strafe auf Bewährung aufgrund rassistischer Äußerungen gegenüber der englischen Nationalspielerin Jess Carter. Der Vorfall erlangte erhebliche mediale Aufmerksamkeit, da der Mann die spätere Europameisterin im Verlauf der Europameisterschaft 2025 in sozialen Medien diffamiert hatte.

Laut Meldungen der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erhielt der Mann eine sechswöchige Haftstrafe, die für einen Zeitraum von zwölf Monaten zur Bewährung ausgesetzt ist. Ferner wurde ihm ein vierjähriges Verbot für den Besuch von Fußballspielen auferlegt. Er muss außerdem gemeinnützige Tätigkeiten verrichten und eine Summe von circa 275 Euro für Gerichtskosten sowie eine Opferentschädigung entrichten.

Zusätzliches Schuldeingeständnis wegen Waffenbesitz

Der Mann gestand überdies, eine Waffe an einem nicht öffentlichen Ort besessen zu haben. Im Zuge der Hausdurchsuchung wurde eine Stockwaffe aufgefunden. Eine weitere, gleichzeitig wirksame Bewährungsstrafe von vier Wochen wurde deswegen gegen ihn ausgesprochen.

Urteilsbegründung: Richter spricht von „erheblichem Stress“

Der Richter erklärte: „Sie haben sie aus keinem anderen Grund ins Visier genommen, als dass sie eine prominente Fußballerin ist“. Er fügte hinzu: „Das hat bei Ihrem Opfer erheblichen Stress und Angst verursacht.“ In die Urteilsfindung floss der Umstand ein, dass der Verurteilte die Betreuung seiner 20-jährigen, an Epilepsie erkrankten Tochter übernimmt. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.