Abo

IndyCar-AbenteuerMick Schumacher steht vor Debüt – Schrecksekunde im Training

2 min
Mick Schumacher steht an der Boxenmauer.

Mick Schumacher geht dieses Jahr in der IndyCar an den Start. (Archivfoto)

Der Sohn von Michael Schumacher erlebte bereits eine Schrecksekunde auf einem Ovalkurs.

Für Michael Schumacher kam ein Wechsel in die IndyCar nie infrage. In Interviews äußerte sich die Ferrari-Legende immer ablehnend über die US-Rennserie, insbesondere zum Indy 500: Er sah sie als „einen Abstieg von der Formel 1“. Besonders die Risiken auf Ovalkursen, wo hohe Geschwindigkeiten in Wandnähe zu lebensgefährlichen Verletzungen führen könnten, störten den gebürtigen Kerpener.

Für Mick Schumacher spielt das alles keine Rolle. Der 26-Jährige steht nach seinem Scheitern in der Formel 1 vor dem Debüt in der IndyCar-Serie. In den letzten Wochen hat er fleißig Runden im Honda des Teams Rahal Letterman Lanigan gedreht.

Mick Schumacher erlebt Schrecksekunde bei IndyCar-Generalprobe

Dabei gab es auch eine brenzlige Situation. Bei der Generalprobe auf dem Phoenix Raceway vor dem Saisonstart wäre Mick Schumacher am vergangenen Wochenende fast mit der Mauer kollidiert, nachdem er mit zu hoher Geschwindigkeit bei einem Überholmanöver von der Ideallinie abgekommen war. 

„Hier ist es einfach sehr kurz. Die Runde ist schnell vorbei. Es sind Kurven mit hohen G-Kräften, die sehr interessant zu fahren sind“, sagte er. Mit seiner Bestzeit landete er am Ende auf dem 18. Platz im Gesamtklassment. 

Mick Schumacher will in der IndyCar angreifen

Bereits Anfang Februar hatte der Neffe von Ralf Schumacher bei einem IndyCar-Privattest nahe Miami erste Erfahrungen auf einem Ovalkurs gesammelt. „Es war erst ein bisschen komisch, auf eine Kurve zuzufahren ohne zu bremsen“, sagte Schumacher mit Blick auf den großen Unterschied zu den europäischen Rennstrecken: „Das erste Mal habe ich noch ein bisschen gebremst. Ich muss mich erst noch daran gewöhnen, mit voller Geschwindigkeit in eine Kurve hineinzufahren und erst dort etwas zu verlangsamen.“

Insgesamt hatte der Sohn von Michael Schumacher mit einem noch in komplett schwarz gehaltenen Honda mit der Startnummer 47 auf dem Homestead-Miami Speedway 97 Runden gedreht. Dabei hatte er viel „Spaß“, wie er in einem kurzen Video auf dem Social-Media-Account seines Teams Rahal Letterman Lanigan Racing verriet.

IndyCar-Debüt von Mick Schumacher steigt am 1. März

Der ehemalige Formel-1-Pilot hatte beim RRL-Privatest auch Unterstützung vom ehemaligen IndyCar-Pilot Ryan Briscoe, der erst wenige Tage zuvor als Fahrercoach verpflichtet wurde und dem Deutschen wichtige Tipps gab, bekommen. Das Team wird in der anstehenden Saison neben dem 26-Jährigen auch die Piloten Graham Rahal (USA) und Louis Foster (England) einsetzen. Das erste Rennen findet am 1. März auf dem Stadtkurs in St. Petersburg im Bundesstaat Florida statt.

Mick Schumacher startet in diesem Jahr erstmals in der US-Rennserie, in der etwa ein Drittel der Rennen auf Ovalkursen stattfinden. Er geht mit der Startnummer 47 an den Start. (mbr/sid)