Beim 4:2-Sieg der Kölner Haie gegen den Rivalen aus dem Sauerland war die Arena am Sonntag zum vierten Mal nacheinander ausverkauft.
14. KEC-Sieg in SerieHaie bezwingen auch Iserlohn und stellen Klub-Rekord auf

Emotionen pur: Nate Schnarr jubelt mit den Haie-Fans über seinen Treffer zum 2:0.
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Den Kölner Haien gelingt zurzeit so gut wie alles; Spiele zu verlieren scheint für sie keine Option mehr zu sein. In der Lanxess-Arena, zum vierten Mal nacheinander mit 18.600 Zuschauern ausverkauft, bezwang die Mannschaft von Trainer Kari Jalonen am Sonntag die Iserlohn Roosters mit 4:2 (1:0, 2:1, 1:1) – der 14. Sieg der Kölner in Serie, mit dem sie ihren Vereinsrekord in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) aus den Spielzeiten 1995/96 und 2005/06 um einen Erfolg verbesserten. Seit dem Ende der Deutschland-Cup-Pause am 14. November 2025 haben die Haie in jedem Spiel gepunktet und führen die DEL-Tabelle souverän an.
„Wir hatten ein gutes Powerplay wie die ganze Saison schon und haben wichtige Tore geschossen. Janne Juvonen im Tor hat uns außerdem wieder eine Chance gegeben zu gewinnen“, erklärte der 66-jährige Coach Jalonen, der – wie er sagte – nie zuvor in seiner Karriere einen solchen Siegesrekord erreicht habe: „Der Teamgeist ist gut, wir haben eine gute Atmosphäre in der Kabine. Wir kämpfen als Team, ich bin stolz auf die Spieler.“ Kapitän Moritz Müller meinte:„ Wir sind auf dem Weg und wollen jedes Spiel gewinnen. Jetzt sind es 14. Wir beschweren uns nicht. Hie und da haben wir auch bisschen Glück gehabt. Aber ganz aus Versehen gewinnt man nicht so oft.“ Der Liga-Rekord der Ader Mannheim aus der Saison 2001/2002 liegt bei 15 Siegen in Serie.
Kölner Haie: Liga-Rekord der Adler Mannheim für KEC zum Greife nahe
Am Freitag hatten die Haie mit 4:2 in Bremerhaven gewonnen und mit dem 13. Erfolg nacheinander ihren alten Klubrekord bereits eingestellt. Der Finne Juhani Tyrväinen, der bei den Fischtown Pinguins für den KEC im Einsatz war, bekam am Sonntag als überzähliger ausländischer Profi eine Pause. Dafür kehrte der Kanadier Nate Schnarr nach einer Verletzungspause ins Kölner Team zurück, das sich in die Partie gegen Iserlohn hineinbeißen musste.
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Der Teamgeist ist gut, wir haben eine gute Atmosphäre in der Kabine. Wir kämpfen als Team, ich bin stolz auf die Spieler.
Im ersten Drittel gewannen die Gäste, die von etwa 600 angereisten Fans aus dem Sauerland angefeuert wurden, anfänglich mehr Zweikämpfe als die Haie. Juvonen im KEC-Tor musste einige Schüsse abfangen. Der KEC nutzte jedoch sein erstes Powerplay in der 15. Minute, um in Führung zu gehen. Dominik Bokk überwand Roosters-Goalie Andreas Jenike nach Zuspiel von Kaski mit einer Direktannahme zum 1:0.
Im zweiten Drittel wurde Iserlohns Kapitän Daniel Fischbuch, der dem Vernehmen nach in der kommenden Saison für die Haie spielen wird, auf die Strafbank geschickt. Diesmal gelang den Kölnern kein Überzahltor. Doch drei Sekunden nach Ende des Powerplays erzielte Rückkehrer Schnarr das 2:0. Mit einem schönen Pass von Louis-Marc Aubry angespielt, traf er von der linken Seite. Sechs Minuten später zeigte Fischbuch, dass er ein gefährlicher Stürmer und guter Skater ist. Der 32-Jährige gewann nach einem Kölner Fehlpass den Puck, fuhr ein Solo und traf zum 2:1.

Und noch einmal KEC-Jubel: Louis-Marc Aubry (r.) lässt sich nach dem 3:1 feiern.
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Doch es vergingen nur knapp drei Minuten, bis die KEC-Profis den Zwei-Tore-Vorsprung wiederherstellten. Nach einem Schuss von Jan Luca Sennhenn verwandelte Aubry den Abpraller zum 3:1. „Es ist ein enges Spiel, sie werden im letzten Drittel stark rauskommen. Wir müssen genauso weitermachen“, sagte Schnarr in der Pause vor dem Schlussabschnitt, in dem die KEC-Profis die Partie gut im Griff hatten.
In ihrem dritten Powerplay des Spiels in der 54. Minute waren sie nah am vierten Tor, doch Jenike parierte. Am Ende wurde es noch einmal dramatisch: Durch einen Treffer von Christian Thomas verkürzte Iserlohn in der 58. Minute auf 2:3. Jenike ging vom Eis – doch Russell erzielte prompt das 4:2 für die Haie, womit Sieg Nummer 14 und der Vereinsrekord endgültig perfekt waren.
Kölner Haie: Juvonen – Kaski, Austin – Kemiläinen, Sennhenn – Vittasmäki, Müller – Glötzl – Russell, MacLeod, Kero – Bokk, Aubry, Tuomie – Niedenz, Schnarr, Kammerer – Storm, MacInnis, van Calster. – Zuschauer: 18.600 (ausverkauft). - Schiedsrichter: Gofman, Rohatsch. – Strafminuten: Köln 6/ Iserlohn 8. – Tore: 1:0 Bokk (14:10), 2:0 Schnarr (27:44), 2:1 Fischbuch (33:53), 3:1 Aubry (36:47), 3:2 Thomas (57:19), 4:2 Russell (57:52).
