Der KEC musste ein hartes Stück Arbeit leisten, um die Wild Wings am Freitag in der ausverkauften Lanxess-Arena zu besiegen.
Playoff-ViertelfinaleKölner Haie bezwingen Schwenningen nach hartem Kampf mit 4:2

Nate Schnarr (Mitte) feiert seinen Treffer zum 3:2.
Copyright: IMAGO/Revierfoto
Die Lanxess-Arena war zum 16. Mal in dieser DEL-Saison mit 18.600 Zuschauern ausverkauft, als die Kölner Haie am Freitag im ersten Heimspiel ihres Playoff-Viertelfinals gegen Schwenningen antraten. Als Favorit gingen sie in die Partie, schließlich hatten sie die Hauptrunde gewonnen, während Schwenningen nur Tabellenneunter war. Auf dem Eis war dieser Unterschied jedoch kaum zu erkennen.
Die Haie mussten ein hartes Stück Arbeit leisten und zweimal einen Rückstand aufholen, bevor sie die Wild Wings mit 4:2 (1:2, 1:0, 2:0) bezwangen und in der Serie „Best of 7“ mit 2:0 in Führung gingen. „Es war wieder sehr, sehr eng, sehr ähnlich wie in Schwenningen. Wir wollten im zweiten Drittel besser spielen als im ersten und im dritten besser als im zweiten. Das haben wir geschafft und einen guten Job gemacht“, sagte KEC-Trainer Kari Jalonen. Die dritte Begegnung findet am Sonntag (15 Uhr) in Schwenningen statt. Mit einem weiteren Erfolg können sich die Haie bereits eine Matchpuck zum Halbfinal-Einzug sichern.
Es gab bei den Haien im Vergleich zu Spiel eins, das sie mit 1:0 für sich entschieden hatten, eine Änderung in der Offensive: Der Kanadier Tanner Kero kam anstelle des Finnen Juhani Tyrväinen ins Kölner Team, das im ersten Drittel schnell den ersten Gegentreffer in dieser Serie kassierte. Nachdem sich die Haie Vorteile erspielt und Dominik Bokk und Parker Tuomie jeweils gute Torchancen vergeben hatten, gelang den Gästen aus dem Schwarzwald in der neunten Minute ein Konter über die Spink-Zwillinge. Der Puck kam zu Phil Hungerecker, der aus halbrechter Position schoss – und Haie-Goalie Janne Juvonen auf dem falschen Fuß erwischte, da der Puck leicht abgefälscht wurde – 0:1.
Nate Schnarr gelingt der Ausgleich
In der ersten Begegnung hatte das Powerplay des KEC nicht wie gewohnt funktioniert. Diesmal glückte den Haien in der ersten Überzahl sofort der Ausgleich: Nate Schnarr traf nach Zuspiel von Valtteri Kemiläinen mit einer Direktabnahme zum 1:1 (15.). 52 Sekunden später wurden die Haie jedoch erneut düpiert: Tyson Spink fälschte den Puck nach einem Schuss so ab, dass er über Juvonens Stockhand zum 2:1 ins Tor flog.
Schwenningen ließ im zweiten Drittel zunächst nicht viel zu. Ab etwa der 26. Minute wurden die Offensivaktionen der Kölner jedoch gefährlicher – mit dem Erfolg, dass Dominik Uher in der 28. Minute das 2:2 erzielte. Einen Schuss von Veli-Matti Vittasmäki lenkte er ins Tor. Die Schiedsrichter gaben den Treffer, nachdem sie im Videobeweis einen hohen Stock ausgeschlossen hatten. Apropos hoher Stock: In der 32. Minute kassierte Louis-Marc Aubry zwei plus zwei Strafminuten, da er Hungerecker im Gesicht getroffen hatte. Die Haie überstanden die Unterzahl, insgesamt wurde das Spiel immer verbissener geführt.
Treffer ins leere Tor zum 4:2-Endstand
„Es ist eng und intensiv, wir müssen bei unserem Gameplan bleiben“, sagte Schnarr in der Pause vor dem Schlussdrittel, in dem sich der kanadische Stürmer bald in Szene setzte: In der 43. Minute erzielte Schnarr das 3:2 – nach schöner Vorarbeit von Kevin Niedenz, der den Puck eroberte und einen Konter einleitete. Mit der Führung im Rücken kontrollierten die Haie das Spiel, wie sie es bereits beim Serienauftakt in Schwenningen getan hatten. Zwei Minuten vor dem Ende tauschte Schwenningen Goalie Joacim Eriksson gegen einen Feldspieler – mit dem Ergebnis, dass Aubry mit einem Treffer ins leere Tor den 4:2-Endstand herstellte. Sehr zur Freude, der Haie-Fans, die viel Applaus spendeten.
Kölner Haie: Juvonen – Kaski, Austin – Kemiläinen, Vittasmäki – Müller, Sennhenn – Glötzl – Russell, MacLeod, Kero – Bokk, Aubry, Storm – Niedenz, Schnarr, Kammerer – Uher, van Calster, Tuomie. – Zuschauer: 18.600 (ausverkauft). – Schiedsrichter: Ansons, Hebert. – Strafminuten: Köln 6/ Schwenningen 4. – Tore: 0:1 Hungerecker (8:13), 1:1 Schnarr (14:47), 1:2 Tyson Spink (15:39), 2:2 Uher (27:08), 3:2 Schnarr (42:15), 4:2 Aubry (59:37).

