Das Team von Trainer Zoran Kukic muss in der Zweiten Bundesliga eine knappe 88:89-Niederlage gegen die Paderborn Baskets hinnehmen.
BasketballRheinstars Köln ärgern sich über vergebene Chance

Cedric Russell (beim Wurf) war mit 24 Punkten gegen die Paderborn Baskets Topscorer der Rheinstars Köln.
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Die Enttäuschung saß am Sonntagabend tief bei den Rheinstars. Statt sich im Abstiegskampf der zweiten Basketball-Bundesliga (Pro A) mit einem Sieg gegen einen unmittelbaren Konkurrenten weiter Luft zu verschaffen, musste die Mannschaft von Trainer Zoran Kukic ein 88:89 (44:41) gegen die Paderborn Baskets hinnehmen.
„Ich weiß, dass Kritik nicht immer leicht zu verdauen ist, aber unser Auftritt, unser Fokus und Engagement waren der Bedeutung der Partie überhaupt nicht angemessen“, klagte Sportgeschäftsführer Stephan Baeck.
Ich weiß, dass Kritik nicht immer leicht zu verdauen ist, aber unser Auftritt, unser Fokus und Engagement waren der Bedeutung der Partie überhaupt nicht angemessen
Die im Verhältnis zum knappen Ergebnis deutliche Kritik des Europameisters von 1993 lässt erahnen, dass ein Erfolg mit einer nur geringfügig besseren Leistung möglich gewesen wäre. Doch die Gastgeber vergaben über die gesamte Begegnung hinweg sowohl unter dem Korb als auch bei ihren Würfen aus der Distanz zu viele Chancen.
Trotz ihrer keineswegs herausragenden Vorstellung gelang es den Kölnern vor allem dank ihrer beiden Topscorer Cedric Russell (24 Punkte) und Björn Rohwer (19), den Zuschauern in der Motorworld ein bis in die finalen Sekunden umkämpftes Duell zu bescheren, in dem insgesamt 13 Mal die Führung wechselte und es siebenmal unentschieden stand.
Als die Partie ihre letzte Minute erreicht hatte, entschieden wie so oft die Nerven über Sieg und Niederlage. Sechs Sekunden vor Schluss lagen die Rheinstars mit 84:87 zurück und Haris Hujic verwandelte nur zwei der drei ihm zugesprochenen Freiwürfe. Paderborns Kevin Osawe wiederum behielt nach einem schnellen Kölner Foul die Ruhe und verwandelte beide Freiwürfe zur 89:86-Führung seines Teams. Mike Miller ließ im letzten Angriff mit seinem Dreier die Chance zum Ausgleich aus, mehr als zwei Zähler nach dem Rebound von Kenny Baptiste waren den Kölnern nicht mehr möglich.
Wir können nur gewinnen, wenn sich alle einbringen. Diesmal haben wir zu viele Spieler gehabt, die ihre Leistung nicht abrufen konnten
„Wir können nur gewinnen, wenn sich alle einbringen“, analysierte Kukic. „Diesmal haben wir zu viele Spieler gehabt, die ihre Leistung nicht abrufen konnten. “ Schon am Freitag geht es für den Aufsteiger mit der Partie bei den Artland Dragons Quakenbrück weiter (19.30 Uhr), ehe am Sonntag die Baskets Münster als nächster direkter Rivale im Kampf um den Klassenerhalt in Köln antreten (17 Uhr).
Rheinstars Köln: Russell (24), Watson, Günther (2), Begue, Hujic (2), Davis, Paige (3), Rohwer (19), Onyejiaka (7), Miller (14), Elisias (4), Baptiste (13).

