Die FC-Reserve kassiert beim 1:2 in Siegen bereits den dritten späten Gegentreffer in diesem Jahr.
RegionalligaDer Fluch der späten Gegentore für den 1. FC Köln

Enttäuschung bei Yannick Mausehund nach der Kölner Niederlage in Siegen
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Die Ereignisse wiederholen sich in den Auswärtsspielen der U-21-Fußballer des 1. FC Köln in den vergangenen Wochen erstaunlich häufig: Das Team von Trainer Evangelos Sbonias kassierte bei den Sportfreunden Siegen am Freitagabend schon zum dritten Mal seit der Winterpause einen späten Gegentreffer, nach Wuppertal sogar schon zum zweiten Mal einen entscheidenden zur Niederlage. Malik Hodroj drosch den Ball in der zweiten Minute der Nachspielzeit trocken zum 2:1 für die Sportfreunde ins Tor, nachdem der eingewechselte Luiz Labenz den Ball beim Rettungsversuch unglücklich genau vor die Füße des Gegners grätschte.
„Vielleicht wollen die Jungs am Ende zu viel, weil sie so viel investiert haben“, überlegte Sbonias kurz nach dem Abpfiff, „dann müsste man so ein Ergebnis vielleicht auch einfach mitnehmen. Aber sie wollen das Spiel unbedingt ziehen. Und dann zieht es leider momentan der Gegner.“ Der FC-Trainer urteilte weiter: „Da fehlt so ein bisschen noch die Entwicklung, fehlt so ein bisschen noch der letzte Punch im letzten Drittel.“ Der Trainer betonte im gleichen Atemzug: „Man muss auch ganz ehrlich sagen, dass wir gerade auch brutal bestraft werden. Das Spielglück fehlt uns momentan auch.“
Köln vergibt viele Chancen zum Sieg
Denn eigentlich hätten die Kölner das Spiel schon vor der Nachspielzeit auf ihre Seite ziehen können. Zwar gingen die Sportfreunde schon früh in Führung. Nach einem Kölner Ballverlust schalteten die Gastgeber blitzschnell um und der Ex-Kölner Kevin Goden köpfte eine Flanke unbedrängt zum 1:0 ein (10.). Die U21 drückte danach aufs Tempo, die beste Chance hatte jedoch Siegen. Dustin Willms traf mit seinem Schuss aber nur den Pfosten (32.). Nach dem Seitenwechsel waren die Gäste jedoch tonangebend und ließen auf dem holprigen Rasen ihre fußballerische Qualität aufblitzen. Etienne Borie traf nach starkem Zuspiel von Fayssal Harchaoui nur das Außennetz (70.).
„Da fehlt so ein bisschen noch die Entwicklung, fehlt so ein bisschen noch der letzte Punch im letzten Drittel“, konstatierte Sbonias. Der Trainer betonte im gleichen Atemzug: „Man muss auch ganz ehrlich sagen, dass wir gerade auch brutal bestraft werden. Das Spielglück fehlt uns momentan auch.“
Das Spiel in Siegen war bereits das neunte nach der Winterpause. Davon konnten die FC-Talente bisher nur zwei gewinnen, bei zwei Unentschieden und gleich fünf Niederlagen. „Man muss sehen, dass wir jede Woche mit etwas anderem Personal spielen. Wenn man das so einordnet, dann glaube ich schon, dass wir auf einem guten Weg sind“, merkte der Trainer an, der tatsächlich Woche für Woche seine erste Elf umbauen muss und in Siegen defensiv zur Viererkette zurückkehrte.

