Zum Abschluss warten Aachen, Duisburg und das Pokalfinale gegen Fortuna. Am Sonntag werden mehrere Profis verabschiedet.
Viktoria KölnDrei Highlights und viele Abschiede

Verlässt die Viktoria wieder: Verteidiger Joel Agyekum (links)
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Die verbleibende Saison 2025/26 ist für den FC Viktoria Köln eine Aneinanderreihung von Highlights. Los geht es am Sonntag (16.30 Uhr) mit dem Drittliga-Westduell mit Alemannia Aachen, dem zweitbesten Team der Rückrunde. Es folgt das Liga-Finale beim MSV Duisburg (16. Mai, 13.30 Uhr), wo es für die Zebras voraussichtlich noch um den Zweitliga-Aufstieg gehen wird. Am 23. Mai (15.30 Uhr) endet Viktorias Saison mit dem Finale daheim, dem Mittelrheinpokal-Endspiel gegen den Erzrivalen Fortuna Köln, in dem der Titel erfolgreich verteidigt werden soll. „Wir freuen uns auf die letzten Wochen“, sagt Sportvorstand Franz Wunderlich, der sehr zufrieden mit dem Spielplan ist. „Es sind noch zwei Topduelle in der Liga, da müssen wir richtig die Spannung halten, die Gegner werden uns alles abverlangen“, glaubt Wunderlich. „Mit Blick auf das Finale gegen die Fortuna sind mir solche Spiele deutlich lieber als Partien gegen Gegner, für die es um nicht mehr viel geht.“
Alemannia Aachen ist das Team der Rückrunde
Die Alemannia stand nach der Hinrunde und zehn Pleiten in 19 Spielen noch auf einem Abstiegsrang. Die Verpflichtung von Benedetto Muzzicato im vergangenen Sommer als Nachfolger des Erfolgstrainers Heiner Backhaus hatte sich als Fehlgriff erwiesen, nach nur 13 Spielen wurde er Ende Oktober entlassen. Ihm folgte Mersad Selimbegovic, unter dem es zunächst nicht besser wurde. Doch die Alemannia bewahrte, entgegen den eigentlichen Gepflogenheiten in Aachen, die Ruhe, vertraute dem neuen Mann – und wurde belohnt. Das Team von Selimbegovic kassierte 2026 erst zwei Niederlagen. Ein 0:3 gegen den späteren Meister VfL Osnabrück und ein 1:2 in Mannheim. Hätte Aachen ein oder zwei Spieltage früher in die Spur gefunden, hätten sie sogar im Aufstiegsrennen mitmischen können. „Aachen ist für mich das Team der Stunde“, sagt Wunderlich.
Die Höhenberger sind hingegen nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte. Bei der Viktoria haben sich in den vergangenen Wochen einige Personalsorgen angesammelt. Für Angreifer Benjamin Zank ist die Saison aufgrund eines Meniskusschadens vorzeitig beendet, Meiko Sponsel hat mit einer Muskelverletzung zu kämpfen. Lars Dietz und Tim Kloss wurden ebenfalls von kleineren Blessuren zurückgeworfen. Lucas Wolf fehlt gegen Aachen aufgrund einer Gelbsperre.
Mehrere Spieler werden verabschiedet
Schon in Ulm hatten die Höhenberger viele Ausfälle zu beklagen. Doch die zweite Reihe glänzte und sicherte den 2:0-Auswärtssieg. Ein Sonderlob für eine nahezu makellose Leistung hatte Verteidiger Joel Agyekum erhalten, Robin Velasco wirbelte auf den Flügeln und Soichiro Kozuki traf zum Endstand. Trotz der guten Leistungen hat das Trio allerdings keine Zukunft bei der Viktoria. Es gehört zu den Profis, die im Rahmen der fast schon traditionellen Großveranstaltung vor dem letzten Saisonheimspiel verabschiedet werden.
In der vergangenen Saison waren es zehn Spieler sowie Trainer Olaf Janßen – 2026 wird der Umbruch wohl nicht ganz so massiv ausfallen. Sicher ist, dass die Leihspieler Agyekum (Hamburger SV), Frank Ronstadt (1. FC Kaiserslautern) und Leander Popp (Greuther Fürth) die Viktoria verlassen werden. Der Vertrag mit Kozuki wird voraussichtlich aufgelöst. Und der von Velasco aller Wahrscheinlichkeit nach nicht verlängert. Gleiche Entscheidungen wurden bei weiteren Profis getroffen, die finalen Gespräche fanden in den letzten Tagen statt.
