Das Team von Trainer Roberto Pätzold hat Platz drei vor dem Duell mit Jena noch nicht aufgegeben.
FrauenfußballBayer 04 Leverkusen hält an seinem Ziel fest

Vanessa Fudalla (r.) erzielte beim 1:2 in Wolfsburg ihren 13. Saisontreffer für Bayer 04 Leverkusen.
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Abgesehen vom Spieltermin am Sonntagabend um 18.30 Uhr hat die anstehende Aufgabe der Fußballerinnen von Bayer 04 nur wenig gemein mit der vorangegangenen. Sieben Tage nach dem 1:2 beim VfL Wolfsburg erwartet das Team um den Leverkusener Coach Roberto Pätzold am 22. März den FC Carl Zeiss Jena.
Anders als der Vizemeister ist der Kontrahent aus Thüringen keineswegs ein mit Nationalspielerinnen gespicktes Ensemble. Jena kommt als Underdog ins Ulrich-Haberland-Stadion, als ein akut vom Abstieg bedrohtes Team. Bayer 04 steht damit unter Erfolgsdruck. Ein Sieg muss her. Anders als noch in Wolfsburg, wo man trotz des 1:2 noch eifrig positive Schlüsse zog. „Wenn wir nur durch ein Traumtor und einen Standard verlieren, können wir auf die Leistung stolz sein. Ein Punkt wäre nicht unverdient gewesen“, sagte etwa Coach Pätzold. Man habe vieles wie beabsichtigt auf den Platz gebracht und sei im zweiten Durchgang gar „die spielbestimmende Mannschaft“ gewesen.
Wir wollen so viele Punkte wie möglich mitnehmen, dann schauen wir am Ende, wo wir stehen
Leverkusens Defensivspielerin Claudia Wenger stieß ins selbe Horn. „Wir haben gut dagegengehalten“, fand sie. Nun gelte es, die positive Energie zu bewahren. „Wir wollen so viele Punkte wie möglich mitnehmen, dann schauen wir am Ende, wo wir stehen“, so Wenger.
Das große Ziel, in die Top-Drei vorzustoßen, ist also noch aktuell. Doch dafür müsste man mit Hoffenheim, Frankfurt und Bremen drei Rivalen überholen. Mut machen neben der soliden Leistung in Wolfsburg vor allem zwei Spielerinnen: Torjägerin Vanessa Fudalla hat ihre erneute Nicht-Berücksichtigung durch Bundestrainer Christian Wück offenbar gut verkraftet. Sie tat gegen den Vizemeister, was sie in den vergangenen Monaten mit schöner Regelmäßigkeit tut: sie erzielte einen Treffer in bester Torjägermanier. Es war bereits ihr 13. Saisontor.
Und auch Keeperin Rafaela Borggräfe, die erneut die langzeitverletzte Friederike Repohl vertrat, überzeugte. Beim Traumtor von Janou Levels und beim Kopfballtreffer von Alexandra Popp war sie machtlos. Doch mit so großer individueller Klasse konnten die Spielerinnen aus Jena die Torhüterinnen der Liga nur selten in Verlegenheit bringen.
Caroline Kehrer und Amy Wrigge fehlen Bayer 04 Leverkusen langfristig
Bittere Nachrichten für den Frauenfußball-Erstligisten Bayer 04 Leverkusen: Das Team muss vorerst auf zwei Stürmerinnen verzichten. Caroline Kehrer zog sich einen Meniskusriss im rechten Kniegelenk zu. Dies ergaben Untersuchungen, nachdem die 28-Jährige beim Aufwärmen vor dem Bundesligaspiel gegen die TSG Hoffenheim (0:1) über Beschwerden geklagt hatte. Kehrer war bereits im vergangenen Mai mit der gleichen Diagnose über mehrere Wochen ausgefallen. Nun muss sie nach Angaben ihres Vereins sie abermals wochenlang pausieren.
Noch länger wird Amy Wrigge nicht dabei sein. Das 17-jährige Talent zog sich beim Training einen Kreuzbandriss im linken Knie zu. Sie fällt damit die restliche Spielzeit aus und wird auch den Start in die neue Saison verpassen. Wrigge hatte im vergangenen November beim FC Carl Zeiss Jena (4:2) ihr bislang einziges Bundesligaspiel für Leverkusen absolviert.

