Die Zweitliga-Handballerinnen halten gegen die TG Nürtingen lange gut mit, müssen sich aber mit 33:34 geschlagen geben.
HandballBayer Leverkusen verpasst nächsten Coup nur knapp

Leverkusens Luise Gruber erzielt einen Treffer gegen Nürtingen.
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Es war ein Coup, der den Werkselfen vor rund einer Woche beim HC Leipzig gelungen war. Zur Pause führten sie 18:13 in der gegnerischen Halle, am Ende gelang es, zumindest einen Punkt beim Ligaprimus zu entführen (31:31). Dass sich eine solche Leistung konservieren und eine Woche später noch einmal gegen ein weiteres Topteam würde abrufen lassen, erwartete wohl niemand – und doch hielt der TSV Bayer 04 Leverkusen auch gegen die TG Nürtingen mit und hatte diese beim 33:34 (17:18) ebenfalls am Rande des Punktverlusts.
Spannung in der Schlussphase
„Das war wieder eine wirklich richtig gute Leistung“, freute sich Bayer-Interimstrainerin Sybille Gruner im Anschluss. Ihre Spielerinnen hätten sich nicht nur rein-, sondern nach Rückschlägen wieder herangekämpft. So beispielsweise am Ende der ersten Halbzeit, als Nürtingen mit einer 3:0-Serie auf 18:15 stellte (28.) und es den Werkselfen noch gelang, auf ein Tor zum 17:18-Pausenstand zu verkürzen. Und noch viel eindrucksvoller, als Nürtingen in der Endphase des zweiten Durchgangs bereits auf fünf Treffer Abstand davongezogen war (31:26/52. und 32:27/53.), Bayer sich aber einfach nicht abschütteln ließ. Die Leverkusenerinnen gaben sich nicht auf und kamen noch zum 33:34-Anschlusstreffer durch Mia Cruzado, der 40 Sekunden vor Schluss die Tür noch einmal für einen Punktgewinn öffnete. Letztlich gelang es aber nicht, die Aufholjagd zu vergolden.
Gruner war dennoch sehr zufrieden: „Es war ein harter Schlagabtausch. Nürtingen hatte sichtlich Mühe mit uns.“ Einzig mit dem Abwehrverhalten war sie nicht immer einverstanden: „Da haben wir noch etwas Trainingsbedarf.“ Die Nürtingerin Lisa Fuchs, die für Gruner beste Spielerin der Liga, habe mit ihrer individuellen Klasse oftmals zwei Abwehrspielerinnen von Bayer gebunden. In solchen Situationen gelte es, zukünftig noch bessere Lösungen zu finden.
Elfen zeigen sich optimistisch
Unterm Strich lässt sich feststellen: Bayer Leverkusen hat sich gemausert. „Wir sind flexibler geworden, haben auch wieder mehr personelle Alternativen. Das Repertoire wird größer und wir sind nicht so gut ausrechenbar“, sagt Gruner. Nach den Schwergewichten der 2. Bundesliga kommen nun im Spielplan wieder Gegner, gegen die sich die 56-Jährige auch den einen oder anderen Sieg erhofft. Damit es auch ohne das Zutun anderer zum Ligaverbleib reicht.

Leverkusens Annika Ingenpaß
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