Bei einem Rennen der Nürburgring-Langstreckenserie kam es am Samstag zu einem tragischen Unfall, in den auch ein Ex-Karnevalsprinz der Blauen Funken verwickelt ist. Ein Fahrer starb.
NürburgringRennen nach Massencrash mit Todesfall abgebrochen

Nach einem heftigen Massencrash wurde das Rennen am Nürburgring abgebrochen.
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Ein Rennen der Nürburgring-Langstreckenserie (NLS) ist am Samstag nach einem schockierenden Unfall mit Todesfolge abgebrochen worden. Der schwedische BMW-Fahrer Juha Miettinen (66) starb im Medical Center an der Rennstrecke, das teilten die Veranstalter am Samstagabend mit.
Nachdem der 66 Jahre alte gebürtige Finne aus seinem Wagen geborgen worden war, seien alle Reanimationsversuche erfolglos geblieben. In den Unfall in der Anfangsphase des eigentlichen Vier-Stunden-Rennens waren weitere sechs Wagen verwickelt, darunter auch der Porsche 911 GT3 Cup vom Team eFuel Griesemann.
Nürburgring: Ex-Karnevalsprinz der Blauen Funken in Unfall verwickelt
Bei dem Team handelt es sich um einen Teil einer vierköpfigen Fahrergruppe um den Kölner Björn Griesemann. Der Präsident der Blauen Funken und ehemaliger Prinz im Kölner Karneval wollte gemeinsam mit seinem Bruder Georg, sowie den weiteren Piloten Dirk Adorf und Marco Holzer am Rennen teilnehmen, wie die Rennleitung mitteilte. Auf Nachfrage bestätigten die Blauen Funken, dass es allen vier Piloten gut gehe.
Mehrere Piloten seien zur vorsorglichen Untersuchung in das Medical Center sowie umliegende Krankenhäuser gebracht worden. Für keinen bestehe Lebensgefahr, hieß es von der Rennleitung. Ob das Team Griesemann unter den Verletzten ist, ist bislang unklar. Auch wer zum Zeitpunkt des Unfalls den Wagen steuerte, ist nicht bekannt.
Die Rennleitung hatte zunächst mitgeteilt: „Derzeit laufen die Rettungsmaßnahmen für mehrere verletzte Fahrer auf Hochtouren.“ Berichten zufolge waren mehrere Rettungswagen im Einsatz. Weitere Details wurden vorerst nicht bekannt. Der Livestream des Rennens, das über vier Stunden angesetzt war, wurde gestoppt. Die Untersuchungen zur Unfallursache sind angelaufen.
Formel-1-Weltmeister Max Verstappen blieb unbeteiligt
Der Internationale Automobilverband Fia, der unter anderem für die Regeln und deren Einhaltung in der Formel 1 verantwortlich ist, reagierte ebenfalls mit großer Trauer auf die Todesnachricht. „Unsere Gedanken gehören seiner Familie und Freunden und allen, die an dem Event beteiligt waren“, schrieb die Fia.
Der Wagen des viermaligen Formel-1-Weltmeisters Max Verstappen war nicht in den Horrorunfall mit insgesamt sieben Autos in der Passage Klostertal verwickelt. Zum Zeitpunkt des Crashs saß auch sein österreichischer Kollege Lucas Auer am Steuer des Mercedes-AMG mit der Startnummer 3.
„Geschockt über das, was heute passiert ist...“, schrieb Verstappen in seiner Instagramstory und fügte hinzu: „Motorsport ist etwas, das wir alle lieben. Aber in Zeiten wie diesen werden wir daran erinnert, wie gefährlich er sein kann.“ Verstappen drückte der Familie von Miettinen sein aufrichtiges Beileid aus.
Vor den Rennen an diesem Sonntag soll es im Rahmen der Startaufstellung eine Gedenkminute für den tödlich verunglückten Miettinen geben. (red/dpa)

